Kickers fehlte bisher Konstanz und Cleverness

Kommentar zum OFC: Offene Personalfragen

Der Unterschied zwischen 2017 und 2018 beträgt für Kickers Offenbach nur einen Tabellenplatz und drei Punkte – aber die Perspektiven sind ganz anders. Unter Trainer Oliver Reck waren die Kickers 2017 nach dem 20. Spieltag Tabellendritter (39 Punkte/38:26 Tore). Von Jochen Koch

Unter dem neuen Trainer Daniel Steuernagel sind die Kickers Vierter (36/39:21) – aber die Aufstiegschance ist diesmal nur noch minimal. Denn letzte Saison durfte auch der Tabellenzweite in die Aufstiegsrelegation. Diesmal steigt nur der Meister auf. Die Kickers müssten in den ausstehenden 14 Spielen noch drei Klubs überholen - utopisch.

Den Kickers fehlte bisher die Konstanz und Cleverness. Gegen Saarbrücken, Balingen, Pirmasens und Homburg haben entscheidende Gegentore ab der 84. Minute sieben Punkte und die realistische Chance auf den Aufstieg gekostet. Deshalb wird man auf dem Bieberer Berg genau überlegen und kalkulieren müssen, ob die finanziellen Planungen bis Saisonende aufgehen. Möglicherweise bleibt Florian Treske nicht der einzige Abgang, der den Etat spürbar entlastet.

Während man in Offenbach über einen Personalabbau debattiert, wird der SC Hessen Dreieich personell wieder - wie schon zu Saisonbeginn - nachbessern. Mäzen Hans Nolte wird es ermöglichen, dass im Winter mit hochwertigen Nachverpflichtungen die Qualität der Mannschaft verbessert wird. Verstärkungen sind trotz der erfolgreichen Aufholjagd nötig. Denn Verletzungen von Leistungsträgern kann die Bommer-Elf (noch) nicht kompensieren. Zwar überwintert der SC Hessen Dreieich als Tabellen-15. auf dem ersten Nichtabstiegsplatz, doch das ist nur trügerische Sicherheit. Denn wenn der VfR Aalen (derzeit 19.) und/oder Großaspach (15.) aus der 3. Liga absteigen, könnte sich die Zahl der Regionalligaabsteiger auf vier oder fünf erhöhen.

Bilder: Kickers Offenbach gewinnt gegen FSV Mainz 05 II

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