OFC-Sportdirektor Alfred Kaminski

Kommentar: Misstrauen statt Vertrauen

Offiziell wird Alfred Kaminski erst am Mittwoch vorgestellt. Doch längst hat sich die Verpflichtung des neuen Technischen Direktors Sport, so der offizielle Titel, bei Kickers Offenbach zu einer Streitfrage entwickelt. Von Jochen Koch

Ausgangspunkt ist die problematische Konstellation zwischen dem Verein und seiner „Tochter“, der Profi GmbH. Das Präsidium des eingetragenen Vereins (e.V.) und Insolvenzverwalter, Geschäftsführer und Trainer der Profi GmbH sind sich uneinig darüber, was Alfred Kaminski eigentlich tun soll und was er nicht tun darf.

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Gerangel um Kompetenzen

Das Präsidium unterstreicht mit der Verpflichtung Kaminskis, dass man als Gesellschafter der Profi GmbH in Zukunft seinen Einfluss geltend machen will. Insolvenzverwalter, Geschäftsführer und Trainer fühlen sich aber übergangen und lehnen für die Profi GmbH Zusammenarbeit und natürlich Bezahlung von Kaminski ab.

Klar ist: Kickers Offenbach könnte auf jeder Ebene mehr sportliche Kompetenz vertragen. Aber die muss zunächst bezahlbar sein und dann auch sinnvoll genutzt werden. Jetzt gerät Kaminski von Beginn an in ein schwieriges Umfeld. Was passiert, wenn Manager und Trainer nicht harmonieren, haben die Kickers bei den gescheiterten Konstellationen Möller/Boysen und Schmitt/Bender gemerkt. Jetzt ist es wieder soweit: Statt miteinander wird gegeneinander gearbeitet, mit mehr Misstrauen als Vertrauen. Eine fatale Entwicklung.

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