Kommentar aus Chiclana de la Frontera

Mit Rico-Bus auf Aufstiegskurs

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Das Busunternehmen heißt „Rico-Bus“. Rico, wie Rico Schmitt, jener Trainer, mit dem die Kickers 2015 Meister wurden. Ob das ein gutes Omen im Aufstiegsrennen 2018 ist?

Die Fans spazieren meist gemütlich in 15 Minuten zum Trainingsplatz der Kickers in Chiclana de la Frontera.

Ist ja auch ein entspannter Weg, vorbei am von Zypressen gesäumten Grün der Golfplätze in Novo Sancti Petri, dem touristischen Stadtteil von Chiclana, der in den Wintermonaten ziemlich verwaist ist. Die meisten Hotels haben geschlossen. Die Amüsiermeile mit Restaurants, kleinen Boutiquen und Bars, auf der sich im Sommer die Touristen durchschlängeln, ist menschenleer. Lediglich eine Imbissbude und ein kleiner Supermarkt haben geöffnet – von 10 bis 15 Uhr.

Doch davon bekommen die Kickers-Profis auf ihrem täglichen Weg zum Training nichts mit. Denn die Offenbacher Hoffnungsträger auf einen Aufstieg in die 3. Liga steigen vor und nach den Einheiten in den Bus. Was sich in der vergangenen Saison bei Anreisen zu Auswärtsspielen einige Male als kompliziert erwies, klappt in Chiclana reibungslos. Die Bewährungsprobe steht am Donnerstag an, wenn der OFC-Tross nach La Linea de la Concepcion fährt, um dort sein zweites Testspiel gegen Uli Stielikes Chinesen von Tianjin Teda zu absolvieren. 103 Kilometer sind es bis zur Grenze zu Gibraltar, wo um 17 Uhr gespielt wird. Das Busunternehmen heißt übrigens „Rico-Bus“. Rico, wie Rico Schmitt, jener Trainer, mit dem die Kickers 2015 Meister wurden. Ob das ein gutes Omen im Aufstiegsrennen 2018 ist?

Das Kickers-Trainingslager im News-Ticker.

Auch Geschäftsführer Christopher Fiori und Sportdirektor Sead Mehic nutzen den Bus-Shuttle, ebenso wie OFC-Vizepräsident Michael Relic. Torwarttrainer Rene Keffel bevorzugt die Anfahrt im Kleinbus, den Teammanager Nino Berndroth oder Betreuer Kristian Maslanka steuern. Im „Materialwagen“ legten sie die 2460 Kilometer bis an die Atlantikküste zurück. „Wir sind 21 Stunden durchgefahren“, erzählt Berndroth. Pausen gab es nur, um zu tanken. Cheftrainer Oliver Reck und sein Assistent Joti Stamatopoulos joggen zum Training. Sportlich bleiben die Schweizer Fußballnationalspielerinnen. Sie radeln mit dem Mountainbike zum Trainingsgelände.

OFC im Winter-Trainingslager in Spanien: Bilder

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