Kommentar: Das Zittern geht weiter

Die finanzielle Situation der Offenbacher Kickers bleibt vor der Gläubigerversammlung in den nächsten Tagen prekär, aber auch in sportlicher Hinsicht sind sie noch immer nicht gerettet. Von Holger Appel

Die Kickers fanden in Chemnitz vor allem in der ersten Hälfte keinen Zugriff auf das Spiel, ließen für den Kampf gegen den Abstieg nötige Eigenschaften wie Leidenschaft und unbedingten Siegeswillen vermissen. Das ist enttäuschend und mit Blick auf die vier noch ausstehenden Punktspiele bedenklich. Denn die Kickers brauchen noch drei, vier Punkte, um die Klasse sportlich endgültig zu sichern.

Dafür müssen sie endlich wieder ein Tor schießen. Seit 442 Minuten warten die Offenbacher auf einen Treffer, nach dem mauen Spiel in Chemnitz stellt sich aber mehr denn je die Frage, wie sie das schaffen sollen. Denn bei den Kickers fehlt der Zug zum Tor völlig, und auch die Standards sind harmlos. Vermutlich muss jetzt der Zufall helfen. Das sind keine gute Voraussetzungen für den Schlussspurt. Die Geschichte mit der fehlenden Spielgenehmigung für Jan Washausen passt nur zu gut ins Bild.

Das Heimspiel am Freitag gegen Darmstadt 98 ist jetzt richtungsweisend. Mit einem Sieg - wie auch immer der gelingen mag - können die Kickers vielleicht doch den entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt machen. Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage gegen den ebenfalls verunsicherten Gegner wird das Zittern noch stärker. Das wäre in dieser Situation fatal.

OFC-Zeugnis gegen Chemnitz

OFC-Zeugnis gegen Chemnitz

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