Kommentar: Logische Entscheidung

Die Offenbacher Kickers verkaufen ihren erfolgreichsten Spieler. Mit André Hahn hat der Drittligist in elf Spielen 21 Punkte geholt, ohne Hahn in zehn Spielen nur fünf Punkte. Von Jochen Koch

Aber als das Angebot vom FC Augsburg kam, gab es für den OFC eigentlich keine Alternative. Auch mit Hahn hätte der OFC in den restlichen 17 Spielen nicht mehr in den Kampf um den Aufstieg eingreifen können. Dazu ist der Rückstand auf Platz drei mit 17 Punkten viel zu groß. Und in Abstiegsgefahr dürften die Kickers auch nach dem Wechsel von Hahn - und der Verletzung von Abwehrchef Markus Husterer - nicht mehr kommen. Also haben die Verantwortlichen sich für die wirtschaftliche Variante entschieden. Die 250.000 Euro Ablöse sind viel Schmerzensgeld, das die Kickers sehr gut gebrauchen können. Auch ein Sebastian Rode hat vor zweieinhalb Jahren nicht mehr eingebracht.

Die Kickers werden mit der Viertelmillion kurzfristige Schulden tilgen und die Ablösesumme nicht in neue Spieler investieren. Das schließt nicht aus, dass man ein, zwei neue Spieler holt. Schließlich ist auch der Gehaltsposten von Hahn und Husterer frei geworden.

Natürlich sinkt ohne Hahn und Husterer die Chance auf eine weitere Pokalsensation fast auf null Prozent. Aber gegen den VfL Wolfsburg wäre der OFC auch mit den beiden nur krasser Außenseiter gewesen. Und die Zeiten, als man in Offenbach alles auf eine Karte gesetzt hat, die sollten jetzt endgültig vorbei sein.

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