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Kommentar zum OFC: Zeit der Ausreden ist vorbei

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Von: Jörg Moll

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Vorzeitiger Abgang: Der OFC hat sich von Geschäftsführer Thomas Sobotzik (links) und Trainer Sreto Ristic getrennt.
Vorzeitiger Abgang: Der OFC hat sich von Geschäftsführer Thomas Sobotzik (links) und Trainer Sreto Ristic getrennt. © hübner

Sportredakteur Jörg Moll kommentiert die jüngsten Personalwechsel bei Kickers Offenbach. Seine Meinung: Die Trennung von Thomas Sobotzik und Sreto Ristic ist zwar nicht billig, aber konsequent.

Offenbach – Zum zweiten Mal hat Joachim Wagner Personalentscheidungen von enormer Tragweite getroffen. 2019 hatte er kurz nach seiner Wahl zum Präsidenten der Offenbacher Kickers im September reagiert und Sportdirektor Sead Mehic und Trainer Daniel Steuernagel durch Thomas Sobotzik und Angelo Barletta ersetzt. Nun folgt die Trennung von Sobotzik und Barlettas Nachfolger Sreto Ristic. Mit beiden hatte Wagner im Februar noch die Kontrakte über die Saison hinaus verlängert. Damals im Glauben, mit beiden den Aufstieg zu schaffen. Zwischen Februar und Anfang Mai ging eben dieser Glaube verloren. Und somit ist die Entscheidung zur Trennung zwar nicht billig, aber konsequent.

Bei Trainer Sreto Ristic, der den OFC zweimal auf Rang drei geführt hatte, war die Skepsis zu groß geworden, dass er die Mannschaft zu einem Meisterteam formen kann. Daran änderte auch der Hessenpokalsieg nichts.

Kickers Offenbach: Gravierende Entfremdung zwischen Präsidium und Sobotzik

Gravierend war die Entfremdung zwischen Präsidium und Geschäftsführer. Sobotzik, der stets das Maximale einforderte und dafür mehr als einmal aneckte, hatte immer weniger Fürsprecher. Sein Auftreten gegenüber städtischen Behörden, dem Verband und auch im Umgang mit Sponsoren und Gönnern trug zur Entfremdung maßgeblich bei.

Die Kickers stehen im Juni 2022 vor einer erneuten Zäsur. In Matthias Georg kommt ein aufstrebender Funktionär aus Steinbach, der weiß, wie Regionalliga-Luft riecht, aber die Wucht eines Traditionsclubs erst inhalieren lernt. Seine erste Entscheidung von großer Tragweite ist die Trainerwahl. Geschäftsführer und Coach müssen eines wissen: Die Zeit der Ausreden ist vorbei. Das Saisonziel Aufstieg ist klar definiert. (Jörg Moll)

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