Schulte wieder fit

Kopf entscheidet über Ergebnis

Offenbach - Die Wochen, in denen bei Kickers Offenbach ein Topspiel auf das nächste folgte, sind vorbei. Nun steht ein Duell bei einem Team an, das bereits als Absteiger feststeht. Aber das macht die Sache aus Sicht von Oliver Reck nicht leichter. Von Christian Düncher 

Der Trainer hat dennoch ein klares Ziel ausgegeben: drei Punkte. Für die Offenbacher Kickers ist es ein Kontrastprogramm: Nach den Spitzenspielen gegen Waldhof Mannheim (1.), 1899 Hoffenheim II (4.) und Eintracht Trier (3.) müssen sie nun in der Regionalliga Südwest bei der Spvgg. Neckarelz (Samstag, 14 Uhr) antreten. Die Mannschaft aus dem Neckar-Odenwald-Kreis kann als 15. der Tabelle zwar noch den sportlichen Ligaerhalt schaffen, die Vereinsführung hat aber bereits vor Wochen entschieden, das Team nach der Saison aus der kostspieligen Klasse zurückzuziehen.

Nach dem Aufstieg 2013 hatte man zunächst viel Geld investieren müssen, um das Stadion in Sachen Sicherheit auf den erforderlichen Stand zu bringen. Als später Steuernachzahlungen drohten, war man gezwungen, drastische finanzielle Einschnitte vorzunehmen. Mit Folgen: Alleine sieben Stammspieler verließen den Verein in der Winterpause. „Für einen kleinen Verein wie uns ist die Regionalliga eine Todesklasse“, hatte Vereinspräsident Thomas Ulmer gesagt.

Oliver Reck lässt sich von den besonderen Umständen nicht beirren. „Es kann manchmal undankbar sein, gegen so eine Mannschaft zu spielen“, sagte der Kickers-Trainer, stellte aber klar: „Unsere Zielsetzung müssen ganz klar drei Punkte sein.“ Dafür müsse die Mannschaft versuchen, über 90 Minuten so zu spielen wie sie es in den letzten 20 Minuten beim jüngsten 1:0-Heimsieg gegen Trier getan hatte, so Reck.

Zuversicht zieht der neue Trainer aus den bisherigen Auftritten auf fremden Plätzen. „Bis auf die Partie in Hoffenheim haben wir auswärts immer überzeugt“, betonte er mit Blick auf zwölf Punkte aus fünf Auswärtsspielen. In personeller Hinsicht gibt es zudem kaum Sorgen. Auch Verteidiger Dennis Schulte, der zuletzt aufgrund muskulärer Probleme gefehlt hatte, trainiert wieder. Martin Röser warnte dennoch vor einem „schweren Spiel“, das vor allem „im Kopf entschieden“ werde. Bedeutet: Die Kickers dürfen den Gegner nicht unterschätzen und müssen die ungewöhnlichen Bedingungen im Elzstadion annehmen. Als „schwer bespielbar“ hat der Offensivspieler den Platz in Erinnerung.

Vergangene Saison hatten die Kickers beim Mosbacher Stadtteil-Verein nur mit viel Mühe 3:2 (1:1) gewonnen. Christian Cappek hatte Nach zweimaligem Rückstand jeweils ausgeglichen und „Joker“ Steven von der Burg erst in letzter Minute den Siegtreffer erzielt. Diesmal will es der OFC nicht so spannend machen.

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