Ex-Wormser warnt vor OFC vor Stärken des heutigen Gegners

„Scout“ Maslanka soll künftig Funktion im Verein übernehmen

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Im Rückspiel der vergangenen Saison in Offenbach war Kristian Maslanka (rechts, gegen Eugen Gopko) noch für den OFC gegen seinen Ex-Verein Wormatia Worms im Einsatz. Die Kickers gewann 2:0. Maslanka musste seine Karriere inzwischen beenden. 

Offenbach - Obwohl auf den Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach in den kommenden Tagen ein „straffes Programm“ wartet, bleibt auch noch Zeit für menschliche Gesten. So bot der OFC vor der Partie bei Wormatia Worms (heute, 19.30 Uhr) einem Spieler ein Podium, der nicht mehr zum Kader gehört, aber Teil der „Familie“ bleiben soll. Von Christian Düncher 

Das Trikot der Offenbacher Kickers wird Kristian Maslanka nicht mehr tragen, aber eventuell ein rotes OFC-Polohemd. So wie gestern bei der Pressekonferenz vor der heutigen Begegnung bei Wormatia Worms (19.30 Uhr). Sein Namensschild auf dem Podium trug zwar noch den Zusatz „Spieler“, der 25-jährige Defensiv-Allrounder hat seine Karriere aber bekanntlich vergangene Woche wegen einer Hüftverletzung beendet. Als Teil der Mannschaft wird er von Mitspielern und dem Trainerteam aber weiter angesehen.

„Kristian ist ja zum Glück nicht weg, sondern wird immer bei uns bleiben“, betonte Coach Oliver Reck. Maslanka sei ein „Teamplayer par excellence“. Auch aus dem Grund werde man versuchen, „ihn in irgendeiner Form einzubinden“. Reck vertritt ohnehin die Auffassung, dass man ehemalige Spieler mehr involvieren muss. Er selbst ist ein Beispiel dafür – als Trainer. Und Maslanka? Der gab gestern indirekt eine Bewerbung als Scout ab, als er auf der Pressekonferenz über die Stärken seines Ex-Vereins Worms referierte.

Die Wormatia habe immer „Spieler mit Potenzial“, weiß Maslanka. „Kampf und Leidenschaft“ seien klassische Wormser Tugenden. „Dort muss man zu 100 Prozent da sein. Andernfalls kann es nach hinten losgehen. Aber ich glaube nicht, dass wir sie unterschätzen werden.“ Die OFC-Mannschaft sei vor allem vergangene Saison „in einer schwierigen Situation extrem zusammengewachsen und inzwischen wie eine Familie“, betont er. „Und die Neuen passen sportlich und charakterlich super gut dazu.“

Zu diesen Neuen zählt auch ein weiterer Ex-Wormser: Florian Treske, der erst vor der Saison von der Wormatia zu den Kickers kam und sich mit Reck freilich über den Gegner unterhalten hat. Der OFC- Coach sah sich danach in seiner Meinung bestätigt. „Die Wormatia kann jeder Mannschaft wehtun. „Wir sind uns der Schwere der Aufgabe bewusst, wissen aber auch, zu was wir in der Lage sind.“

Bilder vom Heimspielsieg gegen die Wormatia:

Bilder: Kickers siegen sicher gegen Wormatia Worms

Beachtliche 19 Punkte hat der OFC aus den ersten acht Spielen geholt, ist Tabellenzweiter. Diese Position soll in den anstehenden Englischen Wochen mit sechs Partien in 26 Tagen gefestigt werden. „Auf uns wartet ein straffes Programm“, sagt Reck. „Da hilft es natürlich, dass wir viele Spieler zur Verfügung haben.“ Nur hinter dem Einsatz von Maik Vetter (muskuläre Probleme) stand gestern noch ein Fragezeichen. Kapitän Daniel Endres kehrt nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre wieder ins Tor zurück.

Den durch Maslankas Karriereende frei gewordenen Platz im Kader wird der OFC vorerst nicht besetzen. Man sondiere zwar weiterhin den Markt, plane aktuell aber bis zur Winterpause keine Nachverpflichtung, heißt es. Maslanka, der beim letzten Heimspiel aufgrund eines Autounfalls nicht im Stadion war, will kurzfristig entscheiden, ob er zum Spiel nach Worms fährt, stellt aber klar: „Wenn ich die Jungs spielen sehe und dann auch noch so erfolgreich, gibt das Kraft. Da sieht man, was mit harter Arbeit möglich ist.“

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