Luca Dähn blüht in Aschaffenburg auf

OFC-Abgänge: So geht es ihnen heute

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Bild aus gemeinsamen Zeiten: Kristian Maslanka, Stefano Maier und Alexandros Theodosiadis (von links, in einem Spiel gegen Eintracht Trier) haben die Offenbacher Kickers nach der vergangenen Saison verlassen. Maslanka ist Trainer in Flörsheim, Maier spielt bei Viktoria Köln und Theodosiadis macht eine Ausbildung. Nebenbei kickt er in der Kreisoberliga für die SF Friedrichsdorf

Offenbach - 2017/18 waren sie noch für Kickers Offenbach aktiv. Und nun? Nur für einen der neun Abgänge hat sich die sportliche Situation verbessert. Ein Ex-Offenbacher ist mittlerweile Trainer, ein anderer Auszubildender in der Versicherungsbranche. Von Christian Düncher 

Stefano Maier: Der OFC wollte das zum absoluten Stammpersonal zählende Eigengewächs halten. Doch der 25-jährige Innenverteidiger sah für sich bei Viktoria Köln die besseren (Aufstiegs-)Chancen. Nach zwölf Spielen führen die Rheinländer in der Tat die Tabelle der Regionalliga West an, Maiers Anteil daran ist jedoch bisher überschaubar. Er kam in den ersten neun Spielen nur zweimal zum Einsatz, als Einwechselspieler. Zuletzt durfte er aber dreimal in Folge ran, zweimal stand er dabei in der Startelf.

Marco Rapp: Die aktuelle Spielzeit ist für den 27-Jährigen schon jetzt eine zum Vergessen. Der bei Trainer Oliver Reck vergangene Saison noch gesetzte „Abräumer“ passte nicht ins System von Nachfolger Daniel Steuernagel und flüchtete nach dem sechsten Spieltag (ohne Einsatz) in seine fränkische Heimat. Bei der Spvgg. Bayreuth lief es aber nicht besser. Bereits im ersten Spiel zog er sich einen Kreuzbandriss zu und fällt damit noch fünf Monate aus.

Alexandros Theodosiadis: 122 Spiele absolvierte er für die Kickers als Linksverteidiger. Nach fünf Jahren wurde sein Vertrag nicht verlängert. Der 29-Jährige blieb in der Regionalliga Südwest – zumindest kurzzeitig. Nach drei Einsätzen für Aufsteiger SC Hessen Dreieich löste er den Vertrag auf und schlug einen anderen Weg ein. „Theo“ absolviert eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann. Fußball spielt er als Amateur in Friedrichsdorf (Kreisoberliga). Das hat auch familiäre Gründe. „Theo’s“ Tante Sofia, die Frau von Hauptsponsor Holger Krieg, ließ nicht locker, bis der Wechsel perfekt war.

Luca Dähn: Der gebürtige Hanauer kam erst während der vergangenen Saison zu den Kickers – als Alternative für die linke Abwehrseite. Verletzte sich vor dem Wintertrainingslager und hatte nur einen einminütigen Einsatz. Bei Viktoria Aschaffenburg (Regionalliga Bayern) läuft es für den 23-Jährigen unter Jochen Seitz (war bereits in Alzenau sein Trainer) wie ausgewechselt. Als Innenverteidiger absolvierte er alle 14 Spiele über die volle Dauer und traf viermal, auch beim 2:2 gegen Spitzenreiter Bayern München II.

Grgo Zivkovic: Bei Ligarivale Stadtallendorf war der defensive Mittelfeldspieler für zu langsam befunden worden. Der OFC holte ihn im Winter, um die Aufstiegschancen zu wahren. Doch der Mann aus der 2. kroatischen Liga erwies sich nicht als die erhoffte Verstärkung, kam nur auf 188 Minuten Einsatzzeit. Der Regionalliga-Absteiger Stuttgarter Kickers nahm ihn unter Vertrag. Doch dort spielte er bisher nur eine Halbzeit im Landespokal. In den vergangenen sechs Partien stand er nicht im Oberliga-Kader.

Nicola Jürgens: Um das Offensivtalent, das beim OFC kaum spielte, gab’s vor der Saison Verwirrung. Verbandsligist Viktoria Urberach hatte den 20-Jährigen bereits als Zugang vermeldet, doch der stritt jeden Kontakt ab. Jürgens träumte von der 3. Liga. Dort spielt die erste Mannschaft seines neues Vereins Carl-Zeiss Jena auch. Er selbst kam bisher aber nur in der Reserve (Oberliga) zum Einsatz. Bilanz: 7 Spiele, 3 Tore.

100 Prozent Emotionen: OFC-Abgänge verabschiedet

Kristian Maslanka: Erst Spieler, dann Teambetreuer und nun Trainer. Kristian Maslanka hat innerhalb weniger Monate mehrmals die Rollen getauscht – unfreiwillig. Nachdem er im September 2017 die aktive Laufbahn aufgrund einer Schädigung des Hüftgelenks hatte beenden müssen, blieb er in anderer Funktion bis zum Saisonende Teil des Teams: Maslanka scoutete, er half beim Training oder kümmerte sich um organisatorische Dinge. Seit einem Monat hat er nun beim Verbandsligisten DJK Flörsheim, das Sagen, wo der 26-Jährige in kurzer Zeit vom Co- zum Cheftrainer aufrückte.

Oliver Reck: Sein auslaufender Vertrag als Chefcoach des OFC wurde nach zweieinhalb Jahren nicht verlängert. Der bei den Spielern beliebte Ex-Nationaltorhüter hatte nicht den erhofften Aufstiegsrelegationsplatz erreicht und es sich zudem mit seiner kauzigen und mürrischen Art mit der Klubführung verscherzt. Reck (53), der kurzzeitig bei Drittligist SF Lotte gehandelt wurde, ist aktuell vereinslos.

Joti Stamatopoulos: Recks Co-Trainer blieb in der Regionalliga Südwest. Der 45-jährige Deutsch-Grieche wechselte in gleicher Funktion zu Aufsteiger FC Homburg, ist dort Assistent von Chefcoach Jürgen Luginger.

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