OFC-Pechvogel

Lamprecht kämpft weiter

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Christopher Lamprecht verschoss 2012 in der Halle zwei Siebenmeter.

Offenbach - Den Humor hat Christopher Lamprecht noch nicht verloren. „Klar kann ich mich an das Hallenturnier erinnern, da habe ich schließlich zwei Siebenmeter verschossen, weil das Tor zu klein war“, sagt der Rechtsverteidiger der Offenbacher Kickers. Von Jörg Moll

Gestern sah der Pechvogel der Kickers das Hallenturnier am Fernsehen.

Dass der unglückliche Auftritt im Halbfinale 2012 gegen 1899 Hoffenheim (4:5) einer der letzten überhaupt gewesen sein könnte, ist ein böser Traum, der Realität geworden ist. Am 8. Januar 2012 verletzte sich Lamprecht bei einem Freundschaftsspiel bei TuS Koblenz. Aus sechs Wochen Pause nach seinem Quadrizeps-Sehnenriss ist ein Jahr geworden. Die Komplikationen nach einer Entzündung und anschließender OP machen die Rückkehr auf den Platz seither unmöglich. Lamprecht ist bis zu fünf Stunden in der Reha in seiner Wahlheimat Kaiserslautern aktiv, kann aber nur dosiert arbeiten. Die Muskulatur im Knie ist komplett zurückgebaut. „Es ist ein Teufelskreis: Wenn ich Muskulatur aufbaue, tut es weh. Wenn ich es nicht tue, tut es auch weh.“

OFC: Training nach der Winterpause

Trainingsauftakt nach der Winterpause beim OFC: Die Spieler von Kickers Offenbach haben ihr erstes Training des neuen Jahres absolviert. OFC-Trainer Arie van Lent musste in der ersten Einheit im Jahr 2013 auf André Hahn, Christopher Lamprecht und Kai Hesse verzichten.

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Am kommenden Mittwoch hat der 27-Jährige ein Perspektivgespräch mit Ärzten der Berufsgenossenschaft. Eineinhalb Jahre muss diese bei Verletzungen aufkommen. Bis Sommer läuft sein Vertrag in Offenbach. Die Invalidität rückt also näher. „Aber solange mir keiner sagt, dass ich aufhören muss, gebe ich die Hoffnung nicht auf“, gibt sich Lamprecht kämpferisch. Eine Alternative nach der Profikarriere will der Fachabiturient sich auch erst überlegen, wenn er die bittere Diagnose schriftlich hat.

Kickers starten mit Training

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