Fußballer und Elektriker

Ein Lehrling in doppelter Hinsicht

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Sascha Korb

Offenbach - Viel mehr Eigengewächs geht nicht: Sascha Korb ist gebürtiger Offenbacher, und Fußball gespielt hat er seit seinem vierten Lebensjahr bislang nur für die Kickers – mit einer Ausnahme. 2005 kickte er mal für den Rivalen Eintracht Frankfurt. Von Christian Düncher

„Allerdings nur zwei, drei Monate“, wie der 19-Jährige betont. Die Sehnsucht nach den Kickers war einfach zu groß. Schließlich ist Sascha Korb quasi mit dem OFC aufgewachsen.

„Ich habe früher nur fünf Minuten vom Bieberer Berg entfernt gewohnt“, sagt der Mittelfeldspieler. „Von klein auf habe ich die Kickers erlebt und bin immer hoch gegangen. Ich war überall.“ Als Balljunge, der bisweilen auch mal die Stadionzeitung verkaufte, oder als Fan. Seine Idole hießen seinerzeit Oliver Roth und Oliver Speth. Mitlerweile trainiert er selbst regelmäßig bei den Profis der Kickers mit.

Im Dezember des vergangenen Jahres setzte ihn Trainer Arie van Lent in einem Testspiel der ersten Mannschaft gegen die U23 des FSV Mainz 05 erstmals ein. Danach nahm Korb am sogenannten Fördertraining teil und durfte ab und zu bei den Profis mitüben. Vor drei Monaten erfuhr er dann, dass er ab dieser Saison zum erweiterten Kader gehören soll.

„Alles ist intensiver“

Ebenso wie Stürmer Marcel Mosch habe Korb „eine Lehrlingsstelle“ erhalten, erklärt Kickers-Sportkoordinator Ramon Berndroth. Korb ist sogar in doppelter Hinsicht ein Lehrling. Denn parallel absolviert er noch eine Ausbildung zum Elektriker – in Heusenstamm, wo er auch wohnt.

Bis zur Abschlussprüfung Ende des Jahres kann das Eigengewächs nicht das ganze Trainingspensum der Profis absolvieren. Zuletzt hat er sich dafür sogar extra Urlaub genommen. „Ich weiß, dass ich aufgrund der Ausbildung nicht so oft dabei sein kann. Aber mein Ziel ist es trotzdem, den Anschluss so gut wie möglich zu schaffen und dann auch auf den einen oder anderen Einsatz in der 3. Liga zu kommen“, sagt Korb. Der Sprung von der U19 zur ersten Mannschaft sei anfangs sehr groß gewesen. „Alles ist intensiver“, meint er. „Aber man gewöhnt sich daran.“

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