Linienrichterin verletzt, Schiedsrichterbeobachter springt ein

Beim OFC-Spiel von der Tribüne an die Seitenlinie

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Schiedsrichterbeobachter Torsten Bauer half nach der Pause als Assistent aus. 

Offenbach - In der Pause war Schluss – und Torsten Bauer kam überraschend zu seinem Einsatz.

Der 43-Jährige vom ASV Seesbach im Landkreis Bad Kreuznach war bei der Partie zwischen Kickers Offenbach und dem TSV Steinbach Haiger eigentlich nur als Schiedsrichterbeobachter im Stadion. Doch nach 45 Minuten musste er die Position wechseln: von der Tribüne an die Seitenlinie. Schiedsrichterassistentin Melissa Joos (26, TV Echterdingen) klagte über Oberschenkelprobleme und konnte nicht weitermachen. Bauer sprang ein und kam somit zu seinem zweiten Einsatz in Offenbach. Seine Premiere hatte er 2014 im DFB-Pokalspiel gegen Karlsruhe (1:0) erlebt – als Vierter Offizieller. Schiedsrichterin war damals Bibiana Steinhaus.

Ohne den erfahrenen Bauer (unter anderem 31 Einsätze als Schiedsrichterassistent in der 1. Liga) hätte der OFC per Stadiondurchsage nach Kandidaten suchen müssen. Eine längere Unterbrechung wäre die Folge gewesen. Um genau das bei TV-Spielen zu vermeiden, ist bei den Partien der Regionalliga, die von Sport1 übertragen werden, stets ein Vierter Offizieller dabei.

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Bauer machte seine Sache ordentlich, auch wenn Steinbachs Trainer Matthias Mink der Meinung war, der Wechsel an der Seitenlinie „keine Qualitätssteigerung“ zur Folge gehabt hätte. Mink war mit dem Schiedsrichterteam insgesamt unzufrieden. Es sei vor allem in Hälfte eins „zu früh und zu oft“ Gelb gezeigt worden. Da saß Bauer jedoch noch auf der Tribüne. (cd)

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