Machtkampf beim OFC

OFC: Senatorenclub stellt sich hinter Ruhl

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Thomas Kalt und Jörg Hambückers bei der Pressekonferenz zum Rücktritt von Thomas Kalt.

Offenbach - Der Machtkampf beim OFC spitzt sich zu. Zwar hat sich Thomas Kalt noch nicht auf eine Kandidatur für das Amt des Präsidenten festgelegt, allerdings hat sich inzwischen der Senatorenclub hinter den Kalt-Kontrahenten Dr. Frank Ruhl gestellt. Von Niels Britsch

Thomas Kalt hat sich noch nicht entschieden, ob er als Präsident bei Kickers Offenbach kandidieren möchte. Der ehemalige OFC-Geschäftsführer bat vergangene Woche um Bedenkzeit, als ihn Mitglieder des Präsidiums aufforderten, für das Amt zu kandidieren. Kalt war nach Differenzen mit Dr. Frank Ruhl als Geschäftsführer beim OFC zurückgetreten. Ruhl habe sich nicht an Absprachen gehalten, so Kalt. Außerdem habe er Gerüchte gehört, dass Ruhl als OFC-Präsident die Ablösung Kalts plane. Lieber trete er zurück, als dass er sich „davon jagen“ lasse, begründete Thomas Kalt seinerzeit den Rücktritt.

Dr. Frank Ruhl weilt bislang im Urlaub und hat sich zu den Vorwürfen noch nicht ausführlicher geäußert. Im Interview mit unserer Zeitungwidersprach er allerdings einigen Darstellungen Kalts und bekräftigte seine Absicht, als Präsident der Kickers zu kandidieren. Nun hat sich auch erstmals der Senatorenclub zu Wort gemeldet, ein Gremium, dem Ruhl bis zu seiner Kandidatur vorstand. Es entbehrt jedoch nicht einer gewissen Ironie, dass Thomas Kalt den Senatorenclub ins Leben gerufen hatte.

Jörg Siebert, der Vorsitzende des Aufsichts- und Verwaltungsrates, hat bereits eine Sondersitzung der beiden Gremien für Montag, 13. August, anberaumt, zu der auch Frank Ruhl eingeladen ist.

Die beiden Präsidiumsmitglieder Volker Eckrich (Vizepräsident) und Horst Zang (Schatzmeister) haben angekündigt, dass sie für eine Zusammenarbeit mit Frank Ruhl als Präsident nicht zur Verfügung stünden. Auch Jörg Hambückers, der seit Kalts Rücktritt die Geschäfte weiterführt, schloss eine Zusammenarbeit mit Ruhl aus.

Thomas Kalt zum Rücktritt

Thomas Kalt hat auf einer Pressekonferenz die Gründe für seinen Rücktritt als OFC-Geschäftsführer dargelegt. Nun ist er gar als Präsident der Kickers im Gespräch.

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