Interview mit Peter Tauber

„Im Main-Kinzig-Kreis fiebern viele Menschen mit dem OFC“

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Peter Tauber bei der Jahreshauptversammlung.

Offenbach – Als Fan begleitete Peter Tauber die Offenbacher Kickers bis in die Oberliga. Mitglied wurde er 2013, als der Verein Insolvenz anmelden musste.

Nun hat der aus dem Main-Kinzig-Kreis stammende Politiker, der für die CDU im Bundestag sitzt und als Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium tätig ist, ein Amt beim OFC übernommen. Im Interview spricht das 44 Jahre alte Verwaltungsratsmitglied über seine Beweggründe und eine kuriose Konstellation.

Herr Tauber, was hat Sie bewogen, ein Amt beim OFC zu übernehmen?

Ich bin gefragt worden. Wenn ich meinem Verein helfen kann, dann mache ich das gerne.

Vizepräsident Michael Relic erhofft sich durch Prof. Jürgen Weber und Sie „Qualität und Dynamik“ im Verwaltungsrat. Was bringen Sie noch ein?

Ich sehe einen Verwaltungsrat als „Kollegialorgan“. Was ich tun kann, werde ich mit den anderen Mitgliedern besprechen.

Der Verwaltungsratsvorsitzende Horst Schneider sagte, Sie hätten ihm versprochen, ihren Kreis für den OFC umzugraben. Wie fruchtbar ist denn der Boden im Main-Kinzig-Kreis noch? Oder wurde schon alles von der Eintracht Frankfurt abgegrast?

Von wem? (lacht) Es gibt im Main-Kinzig-Kreis viele Menschen, die mit den Kickers mitfiebern.

Der Verwaltungsrat hat im vergangenen Jahr 13 Mal getagt. Um sich den Mitgliedern vorzustellen, sind Sie extra aus Berlin angereist. Wie lässt sich der zeitliche Aufwand künftig mit Ihren beruflichen Aufgaben vereinbaren?

Keine Frage, das muss man gut organisieren. Ich schaffe es ja noch nicht mal regelmäßig auf den Bieberer Berg. Aber man kann sich ja dank moderner Kommunikationsmittel auch so gut austauschen, wenn eine Anreise nicht möglich ist.

Auch wenn es sich um ein Ehrenamt handelt: Mussten oder haben Sie in Berlin jemanden über diese Aufgabe informiert?

Ich frage niemanden, wenn ich mich für eine Sache, von der ich überzeugt bin, engagiere.

2014 sagten Sie im Interview mit uns, Sie hätten noch nicht über einen OFC-Fanclub im Bundestag nachgedacht. War dafür inzwischen Zeit?

Alles zu seiner Zeit. Jetzt bin ich erst einmal gespannt auf die Arbeit im Verwaltungsrat.

Neben Schneider (SPD) und Ihnen (CDU) sitzt in Volker Goll auch ein Grüner im Verwaltungsrat. In der Politik nennt man das Kenia-Koalition, dort ist diese Gemengelage aber kompliziert und daher selten. Was stimmt Sie zuversichtlich, dass diese Konstellation beim OFC funktioniert?

Es funktioniert immer gut, wenn man gemeinsame Ziele hat. Deswegen bin ich sicher: „Zusamme schaffe mers.“

Das Gespräch führte Christian Düncher

Bilder: OFC-Party auf dem Wilhelmsplatz

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