In fünf Gastspielen nur ein Sieg

Erster Härtetest für den OFC: Mehr Dominanz bei Astoria Walldorf erwünscht

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Garant für die „Null“: Dominik Draband (links) will dafür sorgen, dass der OFC auch im vierten Spiel in Folge ohne Gegentor bleibt. 

Im vierten Spiel seiner auf drei Monate begrenzten Amtszeit wartet auf Trainer Steven Kessler der erste Härtetest. Mit dem Tabellenfünften Kickers Offenbach tritt er in der Fußball-Regionalliga Südwest am Freitag (19.30 Uhr) beim Sechsten FC Astoria Walldorf an.

Offenbach – Die Antworten auf die wichtigsten Fragen:

Was erwartet den OFC in Walldorf?

Astoria Walldorf, vergangene Saison lange in Abstiegsgefahr, trumpft trotz großem Umbruch vor der Saison stark auf. Abgänge von Leistungsträgern wie Angreifer Erik Wekesser (zu Zweitligist Jahn Regensburg) oder Mittelfeldregisseur Tim Grupp (VfR Aalen) steckten die reinen Amateure überraschend gut weg. Der FC Astoria ist als einziger Südwest-Klub zu Hause noch ohne Niederlage (12 Punkte aus sechs Partien). Nur der TSV Steinbach Haiger und der 1. FC Saarbrücken holten auf heimischem Terrain noch einen Punkt mehr. Das Team von Trainer Matthias Born stellt im 1,97-Meter-Hünen Andre Becker zudem den besten Torjäger der Liga (neun Treffer).

Wie verliefen die bisherigen Auftritte des OFC in Walldorf?

Seit 2014 gewann der OFC in fünf Gastspielen bei den Badenern nur einmal: am 28. März 2018 mit 2:1 durch Tore von Varol Akgöz und Dren Hodja. Davor und danach gab es einige kuriose Geschichten in diesen Partien. Vergangene Saison verpasste der OFC trotz Führung durch Florian Treske den zweiten Sieg im Dietmar-Hopp-Stadion. Dren Hodja verschoss dabei kurz vor Schluss einen Strafstoß. In der Saison 2016/17 mussten die von Oliver Reck trainierten Offenbacher kurzfristig auf die erkrankten Torhüter Daniel Endres, Alexander Sebald und Bilal Jomaa Zabadne auskommen. In Oliver Copik sprang der Ersatzkeeper aus der A-Jugend ein, auf der Ersatzbank saß Feldspieler Dennis Schulte in Torwartbekleidung. Die Kickers verloren 2:4.

Was spricht für die Kickers?

Der OFC hat sich seit dem Trainerwechsel von Daniel Steuernagel zu Steven Kessler vor allem in der Defensive stabilisiert, kassierte in drei Spielen kein Gegentor. Allerdings hatten die Gegner TuS Koblenz, FSV Frankfurt und TSG Balingen ein anderes Format als Walldorf. In Ronny Marcos fällt das linke Glied der zuletzt gesetzten Abwehrkette mit Marco Schikora, Gerrit Gohlke und Kevin Pezzoni aus. Bastian Kurz dürfte Marcos’ Position einnehmen. „Wir müssen es mal schaffen, die Euphorie nach einem Heimsieg mit ins Auswärtsspiel zu nehmen“, fordert der 23-Jährige. Zuletzt war das nach dem 4:0 gegen Koblenz im Derby beim FSV Frankfurt nicht gelungen.

Woran hapert es noch beim OFC?

Zu Hause spielten sich die Kickers in den jüngsten zwei Partien viele Chancen heraus. In Frankfurt dagegen klappte offensiv gar nichts, auch weil der OFC zu tief stand. „Wir müssen es schaffen, auch auswärts dominanter aufzutreten“, fordert Torwart Dominik Draband daher. Die Begegnung in Walldorf wird zeigen, ob Steven Kesslers Wunsch realisierbar ist: „Wir wollen uns bis Winter in obere Gefilde bringen, die unseren Traum dann noch am Leben erhalten.“ Und dazu werden auch Auswärtssiege nötig sein.

VON JÖRG MOLL

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