Kommentar: Missglückte Heimkehr

Gekommen, um zu bleiben“, heißt ein Song der Band „Wir sind Helden“. Das Motto für Suat Türker in Offenbach und Lukas Podolski in Köln, als sie nach ihren Ausflügen in die „große“ Fußball-Welt zu ihren Heimatklubs, zu den Stätten ihrer größten Erfolge zurückgekehrt sind. Von Jochen Koch

Doch die Erwartungen wurden von den Fans, vom Umfeld und von den Spielern selbst so hoch geschraubt, dass sie gar nicht mehr zu erfüllen waren. Suat Türker hat gestern die Aktion „Heimkehr des verlorenen Sohnes“ endgültig abgebrochen und ist zum SV Wehen Wiesbaden gewechselt. Er fühlte sich in Offenbach von den Trainern nicht fair behandelt, vermisste Vertrauen und Unterstützung. Aber Ansprüche kann nur stellen, wer Ansprüche erfüllt.

Das war bei Suat Türker seit seiner Rückkehr nicht der Fall. Er war nie in der 3. Liga angekommen, fühlte sich nach seinen erfolgreichen Jahren in der 2. Liga überqualifiziert. Es spricht für den Charakter und Ehrgeiz des bald 34-Jährigen, dass er seinen Vertrag bis 2013 nicht aussitzen will, sondern noch einmal die neue Herausforderung sucht. Der OFC hat das Missverständnis teuer bezahlt. Doch dieses Risiko besteht im Fußball immer. Siehe Köln und Lukas Podolski.

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