OFC-Nachwuchsangreifer

Mosch macht Eindruck

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Knapp am Traumdebüt vorbei: Marcel Mosch (rechts) scheiterte gegen Halle mit einem Kopfball am Torwart.

Offenbach - Wenige Zentimeter haben gefehlt, und die Premiere wäre zu einem Traumeinstand geworden. Marcel Mosch wird seinen ersten Einsatz in der 3. Fußball-Liga im Trikot von Kickers Offenbach in bleibender Erinnerung behalten. Von Jörg Moll

„Dieser Kopfball geht mir jetzt noch durch den Kopf“, sagt der 19-Jährige mit Blick auf die Szene gegen den Halleschen FC, die der Partie eine völlig andere Wendung hätte geben können. In der 74. Minute für Fabian Bäcker eingewechselt, scheiterte er nach Flanke von Thomas Rathgeber an Halles Torwart Darko Horvat. „Den hätte ich machen können“, räumte der im Sommer aus der A-Jugend in den Profikader aufgerückte Mosch ein. Vorwürfe gab es keine, auch wenn stattdessen Halle den Siegtreffer markierte. „Der Kopfball war nicht einfach“, meinte Trainer Arie van Lent, der mit Moschs Entwicklung sehr zufrieden ist. „Er hat einen sehr positiven Eindruck hinterlassen“, lobt der ehemalige Bundesliga-Stürmer den aus Gründau-Lieblos stammenden Nachwuchs-Angreifer.

Mosch hatte am Donnerstag zuvor von der Nominierung in den 18er-Kader erfahren. Als Ersatz für den verletzten Mathias Fetsch setzte er sich einen Tag nach seinem 90-minütigen Einsatz in der zweiten Mannschaft auf die Bank. Beim 1:1 in der Hessenliga gegen den FSV Fernwald hatte er als zweite Spitze den Ausgleich erzielt.

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Als er tags darauf von Co-Trainer Manfred Binz in der 74. Minute an die Seitenlinie gebeten wurde, hatte er erst an ein Versehen geglaubt. „Unser Ersatztorwart Daniel Endres sagte aber zu mir: Du kommst.“ Moschs Puls ging kurzzeitig in die Höhe. „Die Kulisse war schon Wahnsinn.“ In der Hessenliga sehen selten mehr als 200 Zuschauer Moschs Auftritte.

Der Realschulabsolvent, der vor seinem ersten Profivertrag ein freiwilliges soziales Jahr in einer Steinheimer Behinderteneinrichtung absolvierte („Eine gute Erfahrung“), durchlief zwölf Jahre lang die Nachwuchsabteilung des OFC. Das Training bei den Profis ist für Mosch, der in der Hessenliga offensiv rechts oder als zweite Spitze agiert, eine neue Erfahrung.

Erfahrungen sammeln

 „Eine Trainingseinheit ist intensiver als ein Spiel in der Jugend“, staunte Mosch. Mittlerweile hat er sich an die robusten Zweikämpfe und die Lautstärke auf dem Platz gewöhnt - und neue Ziele: „Ich will Erfahrung sammeln, mit dem Hessenliga-Team in der Tabelle weiter nach oben kommen - und es wieder in den Drittliga-Kader schaffen.“ Am Freitag beim VfB Stuttgart II wird das wohl noch nichts werden. „Aber er hat gezeigt, dass er eine Option ist“, lobt Trainer van Lent; „Bei ihm ist der Trend absolut positiv.“

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