Zu Fuß zum Auswärtsspiel

FSV Frankfurt gegen OFC: Ein Blick zurück

Kopfballduell am Bornheimer Hang im August 1998. Der Offenbacher Doppeltorschütze Stefan Ertl (links) gegen FSV-Kapitän Stefan Scholl.
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Kopfballduell am Bornheimer Hang im August 1998. Der Offenbacher Doppeltorschütze Stefan Ertl (links) gegen FSV-Kapitän Stefan Scholl.

Offenbach - Die Fußball-Stadien am Bornheimer Hang und am Bieberer Berg liegen nur sieben Kilometer voneinander entfernt. Von Holger Appel

Die beiden dort beheimateten Klubs, der FSV Frankfurt und die Offenbacher Kickers, sind sich in den vergangenen Jahren aufgrund unterschiedlicher Ligenzugehörigkeit aber permanent aus dem Weg gegangen. Diese Saison treffen sie in der Regionalliga Südwest zum zweiten Mal aufeinander, am Montag (20. 15 Uhr/Sport1) in Bornheim (Hinspiel 4:1 für den OFC). Wie früher werden viele Offenbacher zu Fuß oder per Rad über den Kaiserlei anreisen. Letztmals war das vor knapp 20 Jahren der Fall.

Die OFC-Bilanz in Bornheim seit 1945: Neun Siege, 14 Unentschieden und acht Niederlagen bei 42:40 Toren. Ein Blick zurück:

Die letzte Partie

FSV - OFC 1:3, 15. August 1998, Regionalliga Süd: Verteidiger Dubravko Kolinger (9.) sowie der überragende Angreifer Stefan Ertl (38. und 83.) sorgten für klare Verhältnisse zugunsten der Mannschaft von Trainer Hans-Jürgen Boysen. Der ehemalige Ober-Rodener Frank Grimm (84.) verkürzte vor 7200 Zuschauern für die vom Ex-Offenbacher Ronny Borchers trainierten Bornheimer. Der OFC stieg am Saisonende auf in die 2. Liga. Der FSV zitterte sich als 15. der Tabelle zum Klassenerhalt.

Der höchste OFC-Sieg

FSV - OFC 0:3, 5. November 1978, 2. Bundesliga Süd: Klare Sache für die von Horst Heese trainierten Kickers vor 8000 Zuschauern. Verteidiger Gerd Paulus (2.) sowie Mittelfeldspieler Stefan Lottermann (22. und 76.) trafen für die Kickers. Lottermann vergab zudem noch einen Elfmeter. Im Tor des FSV stand Karlheinz Volz, 1970 im DFB-Pokalfinale gegen den 1. FC Köln (2:1) der Erfolgsgarant der Kickers. Der OFC beendete die Saison auf Platz sechs, der FSV folgte auf dem zwölften Rang.

Die höchste OFC-Niederlage

FSV - OFC 5:1, 10. März 1946, Oberliga Süd: Gelungenes Comeback für den FSV am Bornheimer Hang. Die Schwarz-Blauen hatten die ersten Heimspiele nach Kriegsende wie die Eintracht auf dem Sportplatz an der Roseggerstraße absolvieren müssen. Pünktlich zum Derby gegen den OFC war der zuvor ziemlich zerstörte Bornheimer Hang wieder bespielbar. 12 000 Zuschauer waren dabei. Der OFC landete am Saisonende als Zwölfter zwei Ränge hinter dem FSV.

Kickers gegen FSV Frankfurt: Bilder zum Derby

Kickers Offenbach gegen FSV Frankfurt: Bilder zum Derby
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Die meisten Tore

FSV - OFC 5:2, 9. April 1966: Regionalliga Süd: Die Offenbacher Daueroffensive blieb unbelohnt. Nur Siegfried Krüger (37.) und Hermann Nuber (57.) trafen für den Tabellenzweiten aus Offenbach, die siebtplatzierten Bornheimer konterten erfolgreich. „Der FSV kämpfte vor der Rekordkulisse von 13 000 Zuschauern, als ginge es noch um irgendeinen Europacup“, lautete das Fazit unseres ehemaligen Sportchefs Erich Müller. Die Kickers beendeten die Saison auch auf Platz zwei, scheiterten in der Aufstiegsrunde zur Bundesliga an Fortuna Düsseldorf, FK Pirmasens und Hertha BSC.

Tristesse

FSV - OFC 0:0, 26. März 1949, Oberliga Süd und 29. Oktober 1966, Regionalliga Süd. Die Kickers erspielten sich im März 1949 zwar viele Chancen (Eckenverhältnis 7:2), Gerhard Kaufhold und Co. bekamen den Ball aber nicht im FSV-Tor unter. Auch im Oktober 1966 waren die Kickers vor 16000 Zuschauern klar überlegen, obwohl sie auf den gesperrten Hermann Nuber verzichten mussten. Alfred Resenberg war der beste Spieler der Kickers an diesem tristen Herbsttag 1966.

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