OFC vor Restrundenstart selbstbewusst

„Nochmal 3:1? Warum nicht?“

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Auch dank eines tollen Solos von Jan-Hendrik Marx (oben) gewann der OFC am 2. Dezember 3:1 gegen Ulm und überwinterte damit auf Platz zwei. Mannheim zog jedoch inzwischen vorbei, hat aber bereits zwei Spiele mehr absolviert. „Wir haben das zur Kenntnis genommen, sind aber trotzdem noch in der besseren Position, da wir alles selbst in der Hand haben“, meint Marx.

Offenbach - Mit einer Woche Verspätung beginnt für Kickers Offenbach am Sonntag endlich die Restsaison in der Fußball- Regionalliga Südwest – mit dem Heimspiel gegen Elversberg. Die Vorfreude und der Optimismus sind groß, das gilt aber auch für die Personalsorgen. Von Christian Düncher 

Zudem gab es zu Hause noch nie einen Sieg gegen Elversberg.

Der Spieler, der das letzte Tor für die Offenbacher Kickers im vergangenen Jahr erzielt hatte, zeigte sich auch vor dem ersten Spiel der Restsaison offensiv – zumindest in verbaler Hinsicht. „Wir haben dort 3:1 gewonnen, warum sollte uns das nicht auch zu Hause gelingen“, fragte der rechte Außenverteidiger Jan-Hendrik Marx mit Blick aufs Heimspiel gegen die SV Elversberg (Sonntag, 14 Uhr).

Für den OFC, der als Tabellendritter (21 Spiele, 42 Punkte) bei einer Partie Rückstand fünf Punkte vor den Saarländern (22/37) liegt, spricht vor allem die starke Heimbilanz mit erst einer Niederlage bei neun Siegen und einem Remis. Allerdings: Gegen Elversberg haben die Kickers noch nie zu Hause gewonnen. Es gab fünf Remis und drei Niederlagen. Zudem hält das Verletzungspech an: Neben den noch länger ausfallenden Serkan Göcer, Luca Dähn und Alexandros Theodosiadis fehlen am Sonntag auch die Mittelstürmer Varol Akgöz und Florian Treske. Zudem ist der Einsatz von Zugang Francesco Lovric fraglich. Das ist besonders bitter, da der Österreicher als erster Kandidat für den Platz im defensiven Mittelfeld galt, wo durch Göcers Ausfall und das Karriereende Kristian Maslankas Alternativen rar waren.

Lovric habe bei Ex-Klub Austria Lustenau eine langwierige Muskelverletzung gehabt, die im Trainingslager wieder aufgebrochen sei, berichtete Kickers-Trainer Oliver Reck. „Wir müssen abwarten, aber mit 80 Prozent kann er nicht spielen.“ Marco Rapp und der ebenfalls in der Winterpause verpflichtete Kroate Grgo Zivkovic sind die Alternativen.

Im Sturm muss Reck nach dem Ausfall der an Achillessehnenproblemen leidenden Treske (acht Tore) und Akgöz (vier Tore) improvisieren. Die Außenangreifer Ihab Darwiche, Serkan Firat und Niklas Hecht-Zirpel sowie Spielmacher Dren Hodja könnten den Platz neben Aushilfsstürmer Maik Vetter einnehmen. Zudem wurde Talent Nicola Jürgens (18) von Reck lobend erwähnt. „Wir haben Alternativen“, betonte der Trainer. „Es hat uns schon in der vergangenen Saison ausgezeichnet, dass wir Ausfälle immer wieder kompensiert haben, zumal wir über viele variabel einsetzbare Spieler verfügen. Das ist unser großes Plus.“

Reck lässt keine Zweifel daran aufkommen, dass seine Mannschaft bereit ist für die zweite Phase der Saison, an deren Ende die Teilnahme an den Aufstiegsspielen stehen soll. Ein gelungener Auftakt könnte das Team tragen. „Es wäre gut, mit einem Sieg zu starten“, hofft der Trainer auf den ersten Heim-Dreier des OFC gegen Elversberg.

OFC im Winter-Trainingslager in Spanien: Bilder

Während die Kickers aufgrund der Absage der Partie bei Hessen Kassel am vergangenes Wochenende spielfrei waren, erkämpfte Elversberg ein Remis bei Spitzenreiter 1.FC Saarbrücken. „Das 2:2 haben sie in der 93. Minute in Unterzahl gemacht. Da muss man nicht mehr viel sagen“, so Reck. Etwas sagte er dann aber doch über den Gegner: „Das ist eine sehr erfahrene Mannschaft.“ Und gegen die wolle man trotz der Personalsorgen gewohnt offensiv agieren. „Wir werden nichts ändern, haben immer noch genug bewegliche Spieler, ein gutes Umschaltspiel und Leute, die wissen, wie man andere in Szene setzt.“

Dass die Partie in Kassel bereits am 20. Februar (19 Uhr) nachgeholt wird und der OFC damit innerhalb von sieben Tagen drei Spiele absolvieren muss, ist für Reck kein Problem: „Damit muss man umgehen. Wichtig wäre, dass wir im Mai noch ein paar Spiele haben.“ Dann steht die Relegation zur 3. Liga an.

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