Kickers Offenbach

Nur zufriedene Gesichter beim OFC nach dem kleinen Mainderby

Hunderte OFC-Fans wanderten zum Bornheimer Hang.
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Hunderte OFC-Fans wanderten zum Bornheimer Hang.

Von einer besonderen Brisanz war vor dem kleinen Mainderby zwischen dem FSV Frankfurt und Kickers Offenbach die Rede. Es blieb aber fair und friedlich.

Offenbach – Es ist längst gelebte Tradition: Zum kleinen Mainderby beim FSV Frankfurt kommen die Fans der Offenbacher Kickers zu Fuß. Auch gestern legte der harte Kern der OFC-Anhänger den kurzen Weg über den Main laufend zurück. Hunderte machten sich vom MTW am Nordring aus auf den Weg über die Brücke - ins benachbarte Bornheim. Dabei hielten sie ein Banner vor sich, das auf die Fanfreundschaft mit Bayer Leverkusen verweist: „40 Jahre Teil Eurer 120-jährigen Geschichte. Leverkusen und Offenbach - Freunde für immer.“

Bengalos wurden auf dem Weg gezündet. Es blieb aber friedlich. „Ein bisschen Rauch, sonst nichts“, fasste der OFC-Fanbeauftragte Stefan Pölzl zusammen. Kurzum: Keine besonderen Vorkommnisse. Das galt auch im Stadion, wo die Fangruppen weit voneinander entfernt standen - und die Kickers-Anhänger optisch und akustisch präsenter waren. Es blieb bei verbalen Scharmützeln.

Dass es - mit Ausnahme von Schmähgesängen gegen Daniel Endres, den langjährigen OFC-Spieler im FSV-Tor - beim Derby trotz aller Rivalität fair zuging (auch auf dem Platz: es gab nur eine Gelbe Karte), war auch dem Verlauf der Partie geschuldet, die bereits wenige Minuten nach der Pause entschieden war, als das 2:0 für den OFC fiel. Im Gästeblock herrschte danach dauerhafte Partylaune. Die Anhänger schubsten sich freudig umher. Nach der Partie gab es die traditionelle „Uffta“ und die Fans skandierten freudig „Auswärtssieg“, ehe sie sich zu Fuß wieder auf den Heimweg machten. Diesmal hatte sich die Reise an den Bornheimer Hang für sie gelohnt. So durfte Pölzl bilanzieren: „Nur zufriedene Gesichter beim OFC.“ (Von Christian Düncher)

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