Fleißig, frisch und konkurrenzlos

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André Hahn (Mitte, im Spiel gegen Unterhaching) bestreitet am Samstag sein 18. Punktspiel für den OFC.

Offenbach - Die Koblenzer Flügelzange greift bei Kickers Offenbach bislang erst auf einer Seite richtig: links. Dort ist André Hahn die unangefochtene Nummer eins. Von Christian Düncher

Lars Bender, mit Hahn vor der Saison von der TuS Koblenz zum OFC gewechselt, konnte auf der rechten Seite hingegen noch nicht völlig überzeugen und wird am Samstag (14 Uhr) im Heimspiel gegen den Chemnitzer FC voraussichtlich erstmal auf der Ersatzbank sitzen - während Hahn in der Startelf stehen wird.

In der Kabine ist das anders. „Da sitzen wir nebeneinander, und auch sonst verstehen wir uns sehr gut“, beschreibt Hahn sein Verhältnis zu Bender und macht dem Kollegen Mut. „Er wird demnächst bestimmt wieder die Chance bekommen, sich von Anfang an zu zeigen.“

Hahn hat seine Chance bereits genutzt

Hahn hat seine Chance bereits genutzt. In 17 der bisherigen 21 Punktspiele wurde er eingesetzt, dabei 15 Mal von Anfang an. Die vier Partien, in denen er fehlte, verpasste er nur aufgrund einer Verletzung, die er sich Anfang Oktober im Testspiel gegen den FSV Frankfurt zugezogen hatte. Ein Kreuzbandriss war damals zunächst befürchtet worden. Später war von einem Anriss die Rede. Bei einem arthroskopischen Eingriff stellte sich dann heraus, dass das Band lediglich gezerrt war.

„Als ich gehört habe, dass ich bereits nach sechs Wochen wieder auf dem Platz stehen kann, war ich glücklich. Ich habe es dann aber sogar nach fünf Wochen geschafft“, erinnert sich Hahn und versichert, dass er die Verletzung „gut weggesteckt“ habe. „Da war ja nicht viel kaputt. Insofern hatte ich auch keine Angst, richtig zur Sache zu gehen.“

„Ich fühle mich gut, frisch und habe richtig Lust“

Dennoch lief Hahn seiner Form in den letzten Spielen vor der Winterpause etwas hinterher. Während der Vorbereitungsphase auf die zweite Saisonhälfte machte er zuletzt jedoch wieder auf sich aufmerksam und präsentierte sich in guter Form. „Ich fühle mich gut, frisch und habe richtig Lust“, beschreibt der 21 Jahre alte Offensivspieler (zwei Tore, zwei Vorlagen) seine Verfassung. Dass der geplante Auftakt in Unterhaching vergangene Woche witterungsbedingt ausfiel, hat Hahn daher nicht gefallen. „Man arbeitet in der Vorbereitung hart und freut sich darauf, dass es los geht. Wird dann ein Spiel abgesagt, ist das natürlich doof.“

Im stattdessen ausgetragenen Testspiel gegen Hessenligist 1. FC Eschborn (3:1) zeigte der gebürtige Niedersachse dann aber seine starke Frühform und erzielte zwei Treffer - einen per Kopf, den anderen durch einen an ihm verursachten Elfmeter. „André hat im vergangenen halben Jahr einen guten Sprung gemacht“, lobt Trainer Arie van Lent die Entwicklung des linken Außenspielers, den er als „sehr fleißig“ beschreibt. Hahn habe sich „spielerisch verbessert und will taktisch immer dazulernen. Ich hoffe, er kann das Niveau halten.“

Noch Steigerungspotenzial

Hahn selbst ist mit seiner Entwicklung ebenfalls zufrieden, sieht aber noch Steigerungspotenzial. „Ich habe einen Schritt nach vorne gemacht. Vor allem das Pass-Spiel auf engem Raum, das wir im Training üben, tut mir gut. Ich muss mich aber noch weiterentwickeln und vor allem, wenn es eng wird, die Ruhe bewahren“, meint die Nummer 15 der Kickers. Die nächste Chance, einen weiteren Schritt zu machen, hat Hahn am Samstag im Spiel gegen Chemnitz. „Da wollen wir an die Leistungen aus den letzten Hinrundenspielen anknüpfen“, kündigt Hahn an.

Das Hinspiel in Chemnitz, das der OFC 0:2 verlor, bezeichnet auch er als Wendepunkt. „Das war ein Schlüsselspiel. Bei uns ist am Anfang der Saison nicht viel gelaufen“, erinnert sich Hahn. „Nach dem Spiel in Chemnitz haben wir uns dann zusammengesetzt und die richtigen Schlüsse gezogen.“ Der OFC lag damals auf Rang 16, Chemnitz auf Platz 14. Aktuell sind die Kickers Sechster und Chemnitz Elfter.

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