Kickers Offenbach enttäuscht - 0:0

OFC beim Restart in Walldorf erschreckend harmlos

Anstoß zum Restart - leider nur im Livestream. Weil Astoria Walldorf allen Medienvertretern abgesagt hatte, „um das Risiko möglicher Infektionen im Rahmen unserer Heimspiele auf das machbare Minimum zu reduzieren“, konnte am Freitag kein Reporter unserer Zeitung beim OFC-Spiel im Stadion sein. Mindestens einem TV-Team und einem
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Anstoß zum Restart - leider nur im Livestream. Weil Astoria Walldorf allen Medienvertretern abgesagt hatte, „um das Risiko möglicher Infektionen im Rahmen unserer Heimspiele auf das machbare Minimum zu reduzieren“, konnte am Freitag kein Reporter unserer Zeitung beim OFC-Spiel im Stadion sein. Mindestens einem TV-Team und einem

Kickers Offenbach hatte sich für den Restart der Fußball-Regionalliga Südwest viel vorgenommen. Im Spiel beim FC Astoria Walldorf wurde der OFC den eigenen Ansprüchen aber nicht gerecht und musste sich letztlich mit einem enttäuschenden 0:0 begnügen.

Offenbach – Ratlosigkeit nach dem Restart: Die Offenbacher Kickers mussten sich in der Fußball-Regionalliga Südwest im ersten Spiel nach der Saison-Unterbrechung beim FC Astoria Walldorf mit einem mageren 0:0 begnügen und zeigten dabei in der Offensive eine erschreckend harmlose Vorstellung. Durch das Remis kletterte der OFC vorerst auf Platz drei, kann am Wochenende aber noch von der SV Elversberg über- und vom FSV Frankfurt eingeholt werden.

„Die Eindrücke der vergangengenen Trainingstage- und wochen waren hervorragend, aber diesmal wirkte das komplett verkrampft“, wunderte sich Kickers-Trainer Angelo Barletta über den schwachen Auftritt von Mittelfeld und Angriff. „Man konnte nicht mal einen rauspicken, die gesamte Gemeinschaft wirkte gehemmt.“ Barlettas Vermutung: „Wir wollten auch aufgrund der Vorgeschichte unbedingt gewinnen, waren jedoch wie aufgebläht.“ Leichte Fehler waren die Folge.

„Wir werden uns alles zurückholen, was uns genommen wurde“, hatte Kickers-Geschäftsführer Thomas Sobotzik am Tag vor der Begegnung gesagt. Genommen hatten die Walldorfer unter anderem den OFC-Verantwortlichen um Präsident Joachim Wagner die Möglichkeit, die Partie live im Stadion zu verfolgen. Der Ausschluss der Medien- sowie jeweils zehn Vereinsvertreter wurde am Spieltag zumindest dahingehend aufgeweicht, dass Astoria Walldorf selbst einen Video-Livestream anbot. Dafür war lange unklar, ob die Partie im Stadion und somit auf Naturrasen stattfinden würde. Walldorf hatte unter der Woche auf Kunstrasen trainiert und der OFC sich daher auf alle Eventualitäten vorbereitet. Erst am Spieltag sorgte ein klärendes Schreiben der Regionalliga Südwest GbR für Gewissheit.

Auf dem gut bespielbaren Grün tat sich der OFC im ersten Durchgang schwer. Zwar ließ die beste Abwehr der Liga gegen den um den Klassenerhalt kämpfenden Gastgeber, der ohne Torjäger Giuseppe Burgio (neun Treffer) auskommen musste, kaum etwas zu, vorne hakte es jedoch arg. „Das ist bislang ein typisches erstes Spiel nach der Vorbereitung“, sagte Sobotzik in der Pause. „Wir haben zwar die Kontrolle, aber keine hundertprozentigen Torchancen.“ Ein abgefälschter Schuss von Mathias Fetsch landete auf dem Tornetz (10.), dann prüfte Tunay Deniz innerhalb kurzer Zeit zweimal Astoria-Torhüter Nicolas Kristof. Erst faustete er den Ball weg, danach eilte er bei einem frechen Versuch aus der Distanz rechtzeitig zurück und klärte gerade noch vor der Linie. „Es ist noch ein bisschen zäh, wir haben zu wenig Dynamik im Spiel. Ich hoffe, das ändert sich in der zweiten Hälfte“, so Sobotzik.

Barletta regierte in der Pause und brachte Davud Tuma für den unauffälligen Serkan Firat. Kurz darauf kam der lange verletzte Maik Vetter zu seinem Saisondebüt, ersetzte den in der Luft hängenden Florent Bojaj (53.). Doch besser wurde es dadurch zunächst nicht. Die erste gute Chance in Hälfte zwei hatte Walldorf durch Nico Hillenbrand, der aber freistehend den Ball aus 16 Metern nicht richtig traf. Bereits in der 67. Minute nahm Barletta seinen dritten und letzten Wechsel vor, brachte in Elia Soriano (für Tim Dierßen) einen weiteren Stürmer. Der erhoffte Effekt blieb jedoch aus. Chancen gab es nicht, auch weil der OFC viel zu hektisch und ungenau agierte. Die Gastgeber hatten sogar mehr Torschüsse, wobei Flauder nicht ernsthaft geprüft wurde. Die Kickers blieben vorne blass. Ein harmloser Freistoß von Deniz (90.) war der einzige Schuss auf das Tor, den der OFC zustande brachte. (Von Christian Düncher)

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