Kickers Offenbach

OFC: Bojaj fordert via Dolmetscher mehr Beständigkeit

Florent Bojaj (links, im Spiel gegen Kassel) ist bei Fußball-Regionalligist Kickers Offenbach Kickers gesetzt - und nur schwer vom Ball zu trennen.
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Florent Bojaj (links, im Spiel gegen Kassel) ist bei Fußball-Regionalligist Kickers Offenbach Kickers gesetzt - und nur schwer vom Ball zu trennen.

Florent Bojaj, Angreifer des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach, wurde gut bei seinem neuen Club aufgenommen und zählt zum Stammpersonal. Völlig zufrieden ist er aber nicht. „Uns fehlt die Konstanz,“, sagt er.

Offenbach – Gäste bei Spieltags-Pressekonferenzen sind beim Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach selten. Vor der Partie gegen die SV Elversberg (Mittwoch, 19 Uhr) ist das anders. In Thomas Schnelker hat sich der Dolmetscher des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) eingefunden. Das freut Florent Bojaj. Der Brite mit albanischen Wurzeln in Diensten des OFC kann so flüssig in seiner Muttersprache Englisch antworten.

Und so spielen Bojaj und Schnelker ein amüsantes Verbal-Pingpong. Angefangen mit der Vergleichbarkeit des englischen Wetters mit dem deutschen („Nass und kalt ist es auch hier“), danach einigen warmen Worten über die neue Heimat („Ich fühle mich sehr wohl, bin super aufgenommen worden“) und der Besonderheit Kunstrasen („Gute Fußballer kommen auf jedem Belag zurecht“), den es in England so gut wie gar nicht gibt. Schön anzuhören, doch als es ums Sportliche geht, scheut sich Bojaj, der in Dietzenbach wohnt und coronabedingt von Offenbach nicht viel mehr als das Stadion gesehen hat, nicht, den Finger in die Wunde zu legen. „Was uns fehlt, ist die Konstanz, wir müssen einfach beständiger werden“, fordert der Mann mit dem markanten schwarzen Bart. Drei Niederlagen und fünf Remis in 16 Spielen sind nicht das, was sich der 24-Jährige vorstellt. Auch seine eigene Bilanz (drei Tore in 15 Einsätzen) ist ausbaufähig.

Er selbst habe damit kein Problem, lege lieber Mathias „Fetschinho“ Fetsch Bälle auf. „Am wichtigsten sind ohnehin die drei Punkte“, sagt Bojaj mit Blick auf die Partie gegen den Tabellenfünften Elversberg. Nur der Sieger hält heute Abend Anschluss an die Tabellenspitze. Trainer Sreto Ristic weiß das, bevorzugt aber den Blick aufs große Ganze: „Wir sind dabei, die Abläufe zu synchronisieren, das braucht Zeit.“ Dass er die nicht hat angesichts des dicht gedrängten Terminkalenders, nimmt er gelassen hin. „Es ist, wie es ist“, sagt Ristic, dessen Team heute auf gut präpariertem Rasen antritt. Gegen einen Gegner, den er für gut strukturiert hält, „mit super Anlagen“. Das sei typisch für Teams von Horst Steffen, so Ristic, der selbst bei den Stuttgarter Kickers, Preußen Münster und dem Chemnitzer FC als Assistent von Steffen arbeitete. „Aber wir haben auch einen Plan“, betont Ristic.

Details verrät der OFC-Coach, der heute auf Denis Huseinbasic (Sprunggelenksprobleme) verzichten muss, dafür auf Tunay Deniz nach abgesessener Gelbsperre bauen kann, natürlich nicht. Auch Florent Bojaj lächelt nur. „Any questions“, fragt er und verabschiedet sich auf deutsch: „Danke.“ (Von Jörg Moll)

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