„Guter Tag für bessere Schlagzeilen“

Der Knoten beim OFC muss platzen

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„Wer nicht schießt, kann nicht treffen“. Fabian Bäcker (Mitte) rückt heute für Thomas Rathgeber in die Startelf. Auch Kapitän Mathias Fetsch (links) ist heiß darauf, die Torflaute zu beenden.

Offenbach - Die Fans der Offenbacher Kickers lassen nichts unversucht, um ihr Team im Abstiegskampf der 3. Fußball-Liga zu unterstützen. Gestern entrollten 50 Anhänger beim Training im Stadion ein Plakat mit der Aufschrift „Auf zum Derbysieg - Come on!“. Von Jörg Moll

Auch Kapitän Mathias Fetsch war von der Aktion begeistert: „Das zeigt, wie sehr die Fans hinter uns stehen. “ Heute (19 Uhr) wollen die OFC-Profis für die Zuneigung mit Leistung im Derby gegen Darmstadt 98 zurückzahlen. Vor allem soll die seit 442 Minuten andauernde Torflaute beendet werden.

„Es gibt keine Erklärungen, weshalb wir das Tor nicht mehr treffen“, sagt Fetsch, der seine letzten Treffer am 16. Februar beim 2:0 gegen den 1. FC Saarbrücken erzielt hat. „Aber wir machen uns auch keinen Kopf deswegen“, betont der mit zehn Treffern erfolgreichste Kickers-Angreifer: „Gegen Darmstadt muss der Knoten einfach platzen“, fordert der 24-Jährige: „Und es ist egal, wer das Tor macht.“ Fetsch fordert dafür eine bessere Mixtur aus guter Defensivarbeit und Offensivdrang.

442 Minuten ohne eigenen Treffer

442 Minuten ohne eigenen Treffer lassen OFC-Trainer Rico Schmitt über Veränderungen nachdenken. Marcel Avdic, der den Klub im Sommer trotz Vertrages verlassen darf, könnte in den Kader zurückkehren. Für die Startelf kommt er aber nicht in Frage. Dafür durfte gestern im Training Fabian Bäcker als Stoßstürmer in der A-Elf ran. Vieles deutet darauf hin, dass er für Thomas Rathgeber in die Startelf rückt. Der mit sieben Treffern zweitbeste OFC-Schütze ist schon seit 14 Spielen ohne Tor.

Bäcker ist bereit für einen Einsatz auf der Position, die ihn in seiner Zeit bei Borussia Mönchengladbach einst zum Jugendnationalspieler werden ließen. „Als Stürmer habe ich die meisten Einsätze in meiner Karriere gehabt, da kann ich meinen Instinkt am besten einsetzen.“ In Offenbach kam Bäcker bislang meist auf der Außenbahn zum Zug und erzielte in 23 Einsätzen ein Tor (beim 3:0 bei den Stuttgarter Kickers).

„Wer nicht schießt, kann nicht treffen“

Dass er zuletzt einige Großchancen liegen ließ - beim 0:0 bei Borussia Dortmund II scheiterte er kurz vor Schluss mit einem Kopfball - will Bäcker heute einfach ausblenden und stattdessen einen neuen Anlauf nehmen für sein zweites Saisontor. „Wer nicht schießt, kann nicht treffen“, lautet sein Motto. Der 23-Jährige weiß, worauf es heute ankommt. „Es ist ein guter Tag, bessere Schlagzeilen zu schreiben“, sagt Bäcker und zählt neben der Beendigung der Offenbacher Torflaute weitere Motivationshilfen auf: Es geht um den Klassenerhalt. Es geht um die Zukunft des Vereins. Und es geht darum, die Bilanz gegen den Derbyrivalen, der mit 25 Treffern den schwächsten Angriff der Liga besitzt, zu verbessern. In drei Spielen seit der Rückkehr der Darmstädter in die 3. Liga gab es zwei Unentschieden und eine 0:1-Niederlage – in der Hinrunde. Das einzige „richtige“ OFC-Tor gelang dem inzwischen am Knie operierten Kai Hesse beim 1:1 am 24. März 2012. Marc Stein hatte ins eigene Tor getroffen.

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Heute soll bei den Kickers die Null nur bei den Gegentoren stehen. Die Kulisse wird laut OFC-Geschäftsführer David Fischer eines Derbys angemessen sein. 6400 Karten wurden bereits abgesetzt, 1300 davon nach Darmstadt. Somit ist zum zweiten Mal in dieser Saison eine fünfstellige Kulisse möglich. Anders als gegen Karlsruhe, als 10137 Besucher gezählt wurden, wird dieses Mal keine Freikartenaktion angeboten.

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