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OFC: „Diplom ist nur so etwas wie ein Führerschein“

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Von: Christian Düncher

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Die Balance ist ihm wichtig: Für Sreto Ristic ist Kickers Offenbach die erste Station als Cheftrainer. Seine bisherige Punktspielbilanz kann sich sehen lassen. Aus 47 Partien holte er 105 Zähler. Damit führt der OFC die Jahrestabelle an.
Die Balance ist ihm wichtig: Für Sreto Ristic ist Kickers Offenbach die erste Station als Cheftrainer. Seine bisherige Punktspielbilanz kann sich sehen lassen. Aus 47 Partien holte er 105 Zähler. Damit führt der OFC die Jahrestabelle an. © Hübner

Sreto Ristic, Trainer des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach, ist nun offiziell Fußball-Lehrer. Die Fans freut das. Geschäftsführer Thomas Sobotzik imponieren aber Ristic‘ Leistungen mehr als dessen Diplom.

Offenbach – Es ist lediglich ein schlichtes Foto ohne besondere Emotionen, aber bei den Fans der Offenbacher Kickers löst es genau diese geradezu massenhaft aus: Unter unserem Facebook-Beitrag mit einem Bild, das OFC-Coach Sreto Ristic zeigt, wie er eine Urkunde in Händen hält, hagelt es seit Dienstagabend nach oben gestreckte Daumen und Glückwünsche.

Dass dem 45-Jährigen vom serbischen Fußball-Verband das sogenannte „UEFA-Pro-Diplom“ verliehen wurde und er damit nun die höchste Trainerlizenz besitzt, freut die Kickers-Fans. Ristic, der jetzt offiziell Fußball-Lehrer genannt werden darf, reagierte auf die bestandene Prüfung hingegen, wie es seinem Naturell entspricht: sachlich, nüchtern, gelassen.

Sreto Ristic mit der Fußballlehrer-Lizenz.
Sreto Ristic mit der Fußballlehrer-Lizenz. © p

Auch OFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik wollte um die Tatsache, dass Ristic’ besondere Qualitäten als Coach nun auch durch ein Zeugnis dokumentiert sind, nicht zu viel Aufheben machen. Das Diplom ist für ihn „lediglich so etwas wie ein Führerschein“. Und zwar für alle Klassen. „Es sagt gar nichts darüber aus, wie gut man tatsächlich Auto fahren kann“, stellte er klar. Viel wichtiger sind ihm die Ristics Leistungen. Und die sprechen für sich. So steht der OFC nicht nur in der aktuellen Tabelle der Fußball-Regionalliga Südwest auf Platz eins, sondern auch im Jahres-Ranking dieser Spielklasse. Seit seinem Amtsantritt im Januar holte Ristic aus 47 Spielen beachtliche 105 Zähler, im Schnitt also 2,23 Punkte pro Partie.

Bereits im August hatte Sobotzik den Coach, den er aus der gemeinsamen Zeit beim Chemnitzer FC kennt (Ristic war damals erst Assistent von Horst Steffen und danach von David Bergner), als „außergewöhnlichen Trainer“ gelobt. Daran hat sich nichts geändert: „Dass Sreto ein außergewöhnlicher Trainer ist und das bereits seit neun Jahren, hat mit dem Diplom nichts zu tun, sondern mit seinen Taten.“ So meisterte Ristic in dieser Saison seine erste Krise als Chefcoach. Nach zwei Niederlagen in Folge sowie nur acht erzielten Toren in neun Spielen (Platz zehn) hatte es im Umfeld Kritik gegeben. In den folgenden elf Spielen gab es nur noch eine Niederlage und der OFC stürmte auf den ersten Rang. Der 3. Liga rückt näher. Die nötige Trainerlizenz hat Ristic schon. (Von Christian Düncher)

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