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OFC-Trainer fordert fordert Aggressivität und Tempo - Aufstieg als klares Ziel

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Von: Christian Düncher

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Freuen sich auf die weitere Zusammenarbeit (von links): OFC-Präsident Joachim Wagner, Dr. Christoph Meier, Vorstandsvorsitzender des langjährigen Hauptsponsors EVO, und OFC-Geschäftsführer Matthias Georg.
Freuen sich auf die weitere Zusammenarbeit (von links): OFC-Präsident Joachim Wagner, Dr. Christoph Meier, Vorstandsvorsitzender des langjährigen Hauptsponsors EVO, und OFC-Geschäftsführer Matthias Georg. © ofC

Alexander Schmidt, der neue Trainer von Kickers Offenbach, fordert Aggressivität und Tempo. Man bekennt sich zudem klar zum Ziel Aufstieg.

Offenbach – Da stand er nun, eingerahmt von Kickers Offenbachs Präsident Joachim Wagner und Geschäftsführer Matthias Georg, und hielt ein Trikot in den Händen. Doch der Mann, der in die Kamera lächelte, war kein neuer Spieler, sondern ein alter Bekannter. Dr. Christoph Meier, Vorstandsvorsitzender des langjährigen Hauptsponsors EVO. Das Ziel, das er bei der Bekanntgabe der Vertragsverlängerung bis 2024 formulierte, deckt sich mit dem der bisher verpflichteten Spieler: „Aufstieg in die 3. Liga.“

Hatte man das A-Wort bei den Kickers vergangene Saison lange nicht ausgesprochen, um den Druck nicht zu erhöhen, geht mit der neuen Sportlichen Führung auch eine verbale Offensive einher. Das spiegelt sich in den Aussagen der Neuzugänge wieder. Für Björn Jopek gehört der OFC „in den Profifußball“, also in die 3. Liga, wie Shako Onangolo betont. Semir Saric spricht von „ambitionierten Zielen“, Christian Derflinger von „hochgesteckten“. Dominik Wanner hofft, dass man am Saisonende feiern kann, was Julian Albrecht als das Ziel der Kickers formuliert: den „Aufstieg“.

OFC: Bei Neuzugängen wurde auf Geschwindigkeit geachtet

Und noch etwas fällt bei den bisherigen Neuverpflichtungen auf. Es wurde auf Geschwindigkeit geachtet. Albrecht und Wanner haben laut Geschäftsführer Georg „Tempo“, Onangolo „Schnelligkeit und Wucht“. Saric vereint „Kreativität und Aggressivität“. Jopek soll die Mannschaft anführen und Derflinger kann „im Ballbesitz sehr gute Lösungen finden“. Bedeutet: Der OFC will hoch pressen, schnell umschalten, den Weg in die Tiefe suchen. „Vollgasfußball“ hatte das der neue Trainer Alexander Schmidt zu seiner Zeit bei Dynamo Dresden genannt. In Offenbach soll das genauso sein. „Das Stil, den ich bevorzuge, ist sehr intensiv. Wir wollen den Gegner stressen, indem wir ihn unter Druck setzen. Das erfordert eine Top-Athletik. Man muss viel sprinten können. Ich denke, das wollen die Zuschauer sehen“, erklärte der 53-Jährige zwischen zwei Wohnungsbesichtigungsterminen.

OFC: Erstes Testspiel gegen Würzburg

Im ersten Testspiel kommenden Samstag bei Drittliga-Absteiger Würzburger Kickers wird davon aber wohl noch nicht viel zu sehen sein. Man werde nach Möglichkeit allen Spielern 45 Minuten Einsatzzeit geben, so Georg. Denn: „Die erste Woche wird von der Belastung her sehr intensiv sein.“ Auch der Einsatz von Probespielern ist geplant. Gesucht werden Verstärkungen in Tor (Georg: „Lage auf dem Markt ist sehr gut“), Abwehr und eventuell Angriff. Zumal der OFC in Dejan Bozic, Philipp Hosiner und Lucas Hermes nur drei gelernte Stürmer im Kader hat. „Wir haben ein sehr gutes Gerüst, wollen uns in den Tagen aber erst mal ein persönliches Bild von der Mannschaft machen, um zu gucken, wo Bedarf ist und was für ein Profil da passt. Es gibt Ideen, aber das muss man vertiefen.“

Der vergangene Saison bereits bei den Profis eingesetzte Almin Mesanovic (19), der kürzlich noch mit der A-Jugend das Hessenpokalfinale absolvierte, erhielt in Absprache mit dem Leistungszentrum zwei Wochen Pause. Es sollen aber grundsätzlich immer wieder Talente aus der U19 oben mittrainieren.

Mathias Fetsch (33), der die Kickers verlassen hat, wechselt zur Spvgg. Unterhaching (Regionalliga Bayern). (Von Christian Düncher)

Verlängerung mit EVO ein „starkes Signal“

Mehr Kontinuität geht kaum: Die Energieversorgung Offenbach (EVO), bereits seit 2001 Hauptsponsor der Offenbacher Kickers, hat ihren auslaufenden Vertrag bis 2024 verlängert. Auch die Zusammenarbeit im Rahmen der EVO-Kickers-Kids-Camps wird fortgesetzt, teilten beide Seiten mit. OFC-Geschäftsführer Matthias Georg nannte das ein „beeindruckendes und starkes Signal“. Zum Vergleich: Selbst die Zusammenarbeit zwischen Bayern München und T-Mobile (seit 2002) ist jünger. Getoppt wird das in der Bundesliga nur von VW, die seit 1951 Hauptsponsor ihres Werksteams VfL Wolfsburg sind. (cd)

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