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OFC ersetzt Abgänge nicht eins zu eins - Stürmer wechselt ins Ausland

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Von: Jörg Moll

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Abschied aus Offenbach nach sechs Monaten: Törles Knöll (Mitte), hier beim 1:2 gegen den FC Homburg in Aktion, sieht seine Zukunft in der zweiten kroatischen Liga.
Abschied aus Offenbach nach sechs Monaten: Törles Knöll (Mitte), hier beim 1:2 gegen den FC Homburg in Aktion, sieht seine Zukunft in der zweiten kroatischen Liga. © A2

Das geplante Testspiel gegen Rot-Weiß Erfurt kurzfristig ausgefallen, in Törles Knöll einen weiteren Spieler abgegeben: Fußball-Regionalligist Kickers Offenbach hat ein Wochenende hinter sich, das so nicht ganz geplant war. Geschäftsführer Matthias Georg beurteilt das Geschehen aber gewohnt nüchtern-realistisch.

Offenbach – „Der Platz in Jügesheim war nach den Niederschlägen in der Nacht zuvor angefroren, da macht es keinen Sinn“, erklärte Georg die kurzfristige Absage des ersten Testspiels in dieser Wintervorbereitung. Stattdessen setzte Trainer Ersan Parlatan eine weitere Laufeinheit an, ehe nach dem freien Sonntag am Montag die Vorbereitung auf die Restrunde in der Regionalliga Südwest fortgesetzt wird. Dann allerdings ohne Törles Knöll.

Stürmer verlässt OFC nach nur einem halben Jahr

Der gebürtige Dieburger hat sich nach einem halben Jahr in Offenbach wieder verabschiedet. Der Mittelstürmer (25), im Sommer mit großen Erwartungen nach einem ernüchternden Jahr beim insolventen Drittligisten Türkgücü München zum OFC gekommen, hat sich einem kroatischen Zweitligisten angeschlossen. „Es ist schade“, meinte Georg, nachdem ihm Knöll seinen Wunsch nach Veränderung mitgeteilt hatte: „Er hat ja Potenzial, aber er hatte nicht mehr das Selbstvertrauen.“ Knöll habe den klaren Anspruch, Stammspieler zu sein. „Aber das konnten wir ihm nicht garantieren.“

Und nachdem der frühere U21-Nationalspieler Georg glaubwürdig versichert hatte, seine Zukunft künftig im Ausland zu sehen, erteilte der Geschäftsführer schließlich die Freigabe. Knöll hatte in 13 Einsätzen für die Kickers zwei Tore und zwei Vorlagen verbucht. Nach Jakob Lemmer (8 Tore) verliert der OFC somit eine weitere Offensivkraft, die aber nie die erhoffte Hauptrolle gespielt hatte. Nun sorgt er mit seinem Abgang dafür, „dass sich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass wir noch was machen“, so Georg.

OFC sieht sich in der Breite gut aufgestellt

Wobei der Geschäftsführer andeutete, dass die Abgänge eher nicht eins zu eins positionsgetreu ersetzt werden sollen. „Wir haben zwar keinen großen Kader, aber einen sehr breit besetzten, in dem jeder den Anspruch hat, Stammspieler zu sein“, so Georg. Im bevorzugten 4-2-3-1-System stehen Trainer Ersan Parlatan noch immer in Philipp Hosiner, Dejan Bozic und Lucas Hermes drei Mittelstürmer zur Verfügung. Auch auf den Außenbahnen steht in Rafael Garcia, Dominik Wanner und Shako Onangolo viel Qualität zur Verfügung.

Ticketvorverkauf für Hessenpokalspiel in Fulda startet am 1. Februar

Es ist das erste Pflichtspiel in diesem Jahr, und gleich eines mit herausragender Bedeutung für den restlichen Rundenverlauf: Kickers Offenbach tritt am Samstag, 25. Februar (14 Uhr), im Viertelfinale des Fußball-Hessenpokals beim Regionalligakonkurrenten SG Barockstadt Fulda-Lehnerz an. Die Kickers haben für diese Partie 616 Tickets im Vorverkauf zugesprochen bekommen, allesamt im Sitzplatzbereich des Stadions in der Johannisau in Fulda. Aktuell bietet das Stadion aufgrund von umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten lediglich Platz für 2500 Besucher. Der Vorverkauf in Offenbach startet analog zu jenem der Gastgeber aus Osthessen am Mittwoch, 1. Februar.

„Wenn wir jemanden holen, dann muss er eine Verstärkung sein“, stellte Georg klar. Kein Thema für das noch neun Tage offene Wintertransferfenster ist Manuel Simons. Der 22-jährige Linksaußen vom rheinland-pfälzischen Oberligisten FV Engers 07 hatte im Probetraining Eindruck hinterlassen, sich dann aber eine Prellung zugezogen und wäre auch für den Test gegen Erfurt ausgefallen. „Er wird im Sommer wieder ein Thema werden“, so Georg. Simons hatte dem OFC zudem mitgeteilt, dass er auch aus beruflichen Gründen die Saison in Engers zu Ende spielen wolle.

OFC will für Sascha Korb keine Ablöse zahlen

Ein Thema bleibt weiterhin die Verpflichtung von Sascha Korb. „Wir wollen das machen“, betonte Georg. Es bleibt aber dabei, dass der OFC nicht gewillt ist, Ablöse für den Mittelfeldspieler an den Ligarivalen VfR Aalen zu zahlen.

Von Jörg Moll

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