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OFC-Fans in Belek haben auch mit Abstand Spaß

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Von: Christian Düncher

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Rudi Zwiener (rechts) vom OFC-Fanklub „Die Goude“ mit Kickers-Kutte in Belek.
Rudi Zwiener (rechts) vom OFC-Fanklub „Die Goude“ mit Kickers-Kutte in Belek. © p

Es ist ein Trainingslager unter besonderen Bedingungen, nicht nur für die Mannschaft von Kickers Offenbach, sondern auch für die Fans. Aber die machen in Belek das Beste aus der Situation.

Belek – Wer als Fan seine Mannschaft ins Trainingslager begleitet, macht das vor allem, um nah dran zu sein. Aber das ist den Anhängern des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach in Belek diesmal nicht möglich. Abstand halten ist angesagt.

Das „Kickers-Feeling pur“, mit dem der Verein Anfang Dezember für die Reise geworben hatte, ist also nur eingeschränkt erlebbar. Die Anhänger zeigen aber Verständnis. „Keiner beschwert sich“, berichtet Sebastian Jeidler vom Fan-Klub „Wir für die Kickers“. Er war bereits 2018 im Trainingslager in Spanien dabei, als Corona noch kein Thema war. „Damals war man wirklich nah an der Mannschaft und die Spieler haben sich unter die Fans gemischt. Das war der einzige Unterschied“, meint Jeidler. Im Spice Hotel & Spa in Belek begegnen sich Anhänger und Spieler lediglich am Buffet - mit Maske. „Das ist der einzige Kontakt. Ansonsten hat die Mannschaft ihre Blase, von der wir uns fernhalten. Es soll ja jeder gesund bleiben.“ Mit gebührendem Abstand gibt es immer mal ein bisschen Smalltalk mit den Spielern. „Das reicht“, so Jeidler. Zumal es ansonsten keine Einschränkungen gibt. „Wir können alles als Zuschauer verfolgen: das Training, die Testspiele. Wir haben trotzdem viel Spaß.“ Zum Beispiel bei der Shoppingtour nach Belek oder der Abkühlung im 18 Grad „warmen“ Mittelmeer. Abends sitzen die Anhänger oft gemeinsam an der Hotel-Bar „Die ist fest in Kickers-Hand.“

Auch Thomas Proekel, Vorsitzender des Fan-Klubs „Die Goude“, zeigt Verständnis für die Maßnahmen. Natürlich schmerze es etwas, Abstand halten und vor allem abends auf die Talkrunden mit den Spielern verzichten zu müssen, sagt er. „Langweilig wird einem jedoch nicht. Es ist immer wieder schön, mit so vielen ‘herrlich verrückten’ OFC-Nasen unterwegs zu sein.“ Der einziger Unterschied zu vorherigen Trainingslagern bestehe darin, dass man „unzählige Formulare“ ausfüllen und einen Mund-Nasen-Schutz tragen muss. (Von Christian Düncher)

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