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OFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik: „Leistung vom Ligaspiel reicht nicht“

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Soll bleiben: Mit Gerrit Gohlke (links, im Test gegen Ober-Rodens Filip Sumanov) will der OFC ebenso verlängern wie mit Luka Garic und Jakob Lemmer. Die Verträge der Eigengewächse laufen zum Rundenende aus. 

OFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik fordert im Pokal eine Steigerung gegen Gießen - Duo im Test.

Offenbach – Es ist eine unfreiwillige Rückkehr zu ihren Wurzeln, die die Regionalliga-Fußballer der Kickers Offenbach derzeit erleben.

„Die Jungs fühlen sich in ihre Zeit als Jugendspieler versetzt“, schmunzelt OFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik angesichts der Tatsache, dass die Profis aktuell mit der Kabine der Nachwuchsspieler vorliebnehmen müssen. Die ist kleiner und bietet weniger Komfort. Ein Problem sieht Sobotzik darin jedoch nicht, auch nicht mit Blick auf die Vorbereitung auf das Hessenpokal-Viertelfinale bei Ligarivale FC Gießen (Sonntag, 15.12.2019, 13.30 Uhr).

Kickers Offenbach: OFC muss improvisieren

„Wir wurden ausgelagert und müssen nun improvisieren“, fasst der 45-Jährige die Situation unaufgeregt zusammen. Dass die Kickers „aus unserem Stadion raus“ mussten, in dem derzeit alles für das Eishockey-Winter-Derby am Samstag vorbereitet wird, stelle eher Zeugwart Wolfgang Böttge und Physio Jörn Klümper vor eine „riesengroße Herausforderung“ als die Spieler. Ohnehin ist Sobotzik kein Typ, der jammert. Sein Motto lautet: Man muss die Dinge so annehmen, wie sie sind. Das gilt auch für die äußeren Bedingungen.

OFC-Trainer Angelo Barletta und Assistent Dennis Bochow waren am Samstag in Gießen beim Punktspiel gegen Pirmasens (1:1). „Sie haben sich auch den Platz angesehen. Er war wohl in gutem Zustand, sodass ich glaube, dass gespielt werden kann“, so Sobotzik. Die Zielsetzung ist klar: „Wir wollen natürlich unbedingt gewinnen.“

Kickers Offenbach (OFC): Sobotzik hat auch die Kaderplanung im Blick

Der Geschäftsführer betont aber zugleich: „Die Leistung vom Ligaspiel wird dafür sicher nicht reichen. Das 1:1 für Gießen fiel zwar erst in der Nachspielzeit, aufgrund des Spielverlaufs war es aber okay. Wir hatten es nicht verdient, zu gewinnen. Gießen war aktiver, wir sind quasi mit dem ersten Schuss in Führung gegangen.“ Sobotzik ist dennoch „zuversichtlich, dass wir diese Prüfung bestehen werden“.

Kurios: In der Runde zuvor war Barletta mit Alzenau am OFC gescheitert, nun kämpft er mit ebenjenem OFC um den Halbfinaleinzug. „Er ist ausgeschieden, aber trotzdem weiter“, sagt Sobotzik, der parallel zum Hessenpokalspiel die Kaderplanung im Blick hat. So trainieren in Tim Dierßen und Mattia Trianni zwei Kandidaten für eine Verpflichtung im Winter mit. „Wir glauben, dass es passen könnte. Aber das wird sich zeigen“, sagt Sobotzik über die Offensivspieler.

Kickers Offenbach (OFC): Eigengewächse sollen gehalten werden

Trianni sei ein „dribbelstarker, schneller Außen mit Zug zum Tor“. Der 26 Jahre alte Deutsch-Italiener spielte für den VfR Aalen in der 3. Liga (33 Spiele, ein Tor, vier Vorlagen) und zuletzt in den USA für Zweitligist Reno 1868 FC. In der Regionalliga Nordost brachte er es für die TSG Neustrelitz und Viktoria Berlin bei 57 Einsätzen auf 15 Tore und fünf Vorlagen. 

Dierßen (23 Jahre, Hannover 96) gilt als „großes Talent“, das trotz seiner vier Erstliga-Kurzeinsätze „bislang den großen Durchbruch nicht geschafft hat“. Der einstige Junioren-Nationalspieler kickte 128-mal in der U23 von Hannover in der Regionalliga Nord (elf Tore, 18 Vorlagen). Auch Kevin Weidlich (zuletzt Cottbus), der unlängst vorspielte, ist weiter ein Thema.

Die Eigengewächse Gerrit Gohlke, Luka Garic und Jakob Lemmer, deren Verträge auslaufen, wolle der OFC halten, betont Sobotzik: „Ich bin mit ihnen im Gespräch.“ U19-Abwehrchef Marco Boras sei für kommende Saison ebenfalls eingeplant, „sofern nichts Außergewöhnliches passiert. Er hat über das Jahr hinaus einen Lizenzspielervertrag bei uns“. Dass der 18-Jährige beim englischen Viertligisten Bradford City vorspielte, sei legitim: „Wir werden sehen, ob mehr daraus wird.“ 

Von Christian Düncher

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