Seitdem wird er „Magic“ gerufen

OFC-Geschichte: Günter Albert mit Traumtor im Spiel gegen 1860

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Günter Albert (rechts)

Offenbach - Günter Albert (54) spielte von 1986 bis 1995 bei den Offenbacher Kickers. Über die zweite Mannschaft schaffte er den Sprung in den Zweitligakader. In der Saison 1988 feierte er sein Debüt in der Zweitligamannschaft der Kickers.

Der Abwehrspieler und Kapitän blieb bis 1995 beim OFC. Nach dem Abstieg der Kickers aus der Regionalliga spielte Günter Albert noch einige Jahre beim SV Jügesheim.

Günter Albert, was ist Ihnen aus der Aufstiegsrunde und der Saison 1992/93 noch in Erinnerung?

Wir hatten eine ganz gute Mannschaft und mit Lothar Buchmann einen neuen Trainer bekommen. Für mich persönlich ist die Saison super gelaufen, ich habe sogar das eine oder andere Tor erzielt.

Zum Beispiel beim Aufstiegsrundenspiel gegen die Löwen in München.

Oh ja, das war noch dazu ein besonders schönes. Die Flanke kam von rechts, ich glaube von Christos Figas, ich habe die Augen zugemacht, volley draufgehalten, sogar mit links, und dann war der Ball drin. Es war wirklich schön. Freunde haben es mir später mal auf einem Video gezeigt. Aber das Spiel gegen 1860 war noch aus einem anderen Grund etwas Besonderes für mich.

Warum?

Die Sechziger hatten damals mit Roland Kneißl einen überragenden Spieler, der jede Saison um die 30 Tore gemacht hat. Sein Spitzname war „Magic“. Unser Trainer Lothar Buchmann hat mich als Bewacher für ihn ausgesucht. Gegen uns hat Kneiß dann nicht getroffen und plötzlich hatte ich bei den Fans den Spitznamen „Magic“ Albert.

Nach dem 1:1 beim großen Aufstiegsfavoriten 1860 München war die Ausgangslage eigentlich ganz gut, doch dann kamen die beiden Spiele gegen den SSV Ulm.

In Ulm haben wir Unentschieden gespielt. Michael Hartmann hatte zwar eine Riesenchance, aber kurz vor Schluss hatten wir bei Ulmer Chancen auch Glück. Die Probleme hatten wir dann im Heimspiel gegen Ulm. Ich auch.

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Warum?

Ich war bei Standards als bewacher von Ralf Allgöwer eingeteilt, dann kam ein Freistoß, vorne stand einer frei, ich wollte klären, aber der Ball wurde weitergeleitet und mein Mann, der Allgöwer, traf zum 1:1. Wer Lothar Buchmann kennt, der weiß, was dann los war.

Für die Kickers war nicht mehr viel los, das Spiel wurde dann 1:2 verloren.

Damit war für uns das Thema Aufstieg natürlich so gut wie vorbei. Wir hätten dann zwar im nächsten Spiel fast die Löwen geschlagen, aber das Spiel war auch typisch für diese Aufstiegsrunde - es hat nicht sollen sein.

Sie leben in Kleinostheim, nicht weit weg von Offenbach. Gibt es noch Kontakte zum OFC?

Ja, mit dem einen der anderen, zum Beispiel Stefan Schummer. Ab und zu spiele ich in der Traditionsmannschaft, den Waldis. Bei Spielen auf dem Bieberer Berg bin ich nur ganz selten. (joko)

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