Kickers Offenbach

OFC: Häme der Konkurrenz interessiert Sobotzik nicht

Thomas Sobotzik, Geschäftsführer des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach
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Thomas Sobotzik, Geschäftsführer des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach

Thomas Sobotzik, Geschäftsführer des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach, will den verpatzten Restart in Ruhe aufarbeiten.

Offenbach – Es war eine kleine Sternfahrt, für die die Regionalliga-Fußballer von Kickers Offenbach sorgten: Verteidiger Lucas Albrecht kam von der Ostsee, Mittelfeldmann Tunay Deniz aus Berlin und Torjäger Mathias Fetsch aus Karlsruhe - gemeinsam mit den Kollegen werden sie ab heute wieder trainieren, um sich auf das erste Spiel nach der kurzen Winterpause am 9. Januar (14 Uhr) bei Schlusslicht Eintracht Stadtallendorf vorzubereiten.

OFC: Fünf freie Tage für die Spieler

OFC-Trainer Angelo Barletta hatte seinen Spielern fünf freie Tage am Stück gegönnt (lediglich am 23. Dezember und gestern sollten sie für sich Laufeinheiten absolvieren), damit diese nach dem verpatzten Restart (nur vier Punkte aus vier Spielen) auch in mentaler Hinsicht mal abschalten konnten. Auch bei den Verantwortlichen stand das über Weihnachten ganz oben auf der Liste - wie Fotos auf Instagram belegen. Co-Trainer Dennis Bochow entspannte mit einem Glas Wein vor dem Lagerfeuer und Geschäftsführer Thomas Sobotzik betrieb mit einer Radtour auf den Feldberg „aktive Erholung“. Beide hatten ihren Beitrag unter anderem mit „#kopffreikriegen“ versehen.

Mit Abschalten alleine ist es aber freilich nicht getan. Die schwächste Phase der Kickers in dieser Saison bedarf einer Aufarbeitung. Zumal das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag zuletzt alles andere als optimal war. Die Verantwortlichen hatten erwartet, dass der OFC, der in der corona-bedingten Pause im Gegensatz zu vielen anderen Teams durchtrainiert hatte, einen Vorteil haben würde. Doch davon war nicht viel zu sehen. Nur beim 5:1-Heimsieg gegen Kassel überzeugten die Kickers-Profis. Gegen die Amateure aus Walldorf (0:0) und Balingen (0:1) sowie den VfR Aalen (0:2) holte der OFC, der sich vehement für die Saison-Fortsetzung eingesetzt hatte, hingegen nur einen Punkt. Das sorgte zum Teil für Schadenfreude - und bei den Kickers für Frust.

OFC: Schadenfreude und Frust

Laut Zollern-Alb-Kurier ärgerte sich ein OFC-Funktionär in Balingen lautstark darüber, „ausgerechnet bei diesem Drecksverein“ verloren zu haben. Wohl eine Reaktion darauf, dass der erste Versuch, die Partie auszutragen, im September erst drei Stunden vor Anpfiff abgesagt wurde, obwohl der ausschlaggebende Coronafall schon länger bekannt war. Balingens Torhüter Marcel Binanzer behauptet, er sei als „Bauer“ beschimpft worden, und merkte an: „Nun waren sie zwei Mal in Balingen, hatten die Gelegenheit, unsere schöne Stadt zu sehen – und haben gegen die Bauern verloren.“

Sobotzik lässt das alles kalt. „Häme hin oder her - das interessiert mich nicht. Wir handeln aus Überzeugung“, sagte der OFC-Geschäftsführer angesichts der Tatsache, dass die Kickers unbedingt im Dezember spielen wollten. „Es geht nun alleine darum, sachlich und ohne Emotionen zu analysieren und die richtigen Schlüsse für die noch ausstehenden 27 Spiele zu ziehen.“

Trainer Barletta steht offenbar nicht zur Diskussion bei den Kickers (4.). Der Start 2021 muss aber besser werden als der Restart 2020. (Von Christian Düncher)

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