Kontingent gegen Homburg mit Dauerkarten erschöpft

OFC-Heimpremiere ausverkauft

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Die Rote Wand der OFC-Fans wandert gegen Homburg von der Waldemar-Klein- auf die Henninger-Tribüne. Die nach dem Ehrenpräsident benannte Gegengerade wurde vom DFB gesperrt.

Offenbach - Heimpremieren bei Kickers Offenbach – das wird langsam ein Thema für sich. In der vergangenen Saison fiel bei der Partie gegen Neckarelz (2:0) zwischenzeitlich der Strom aus. Und auch diesmal ist das erste Spiel vor eigenem Publikum keine Partie wie jede andere. Von Christian Düncher 

David Fischer ist hin- und hergerissen. Vor dem ersten Heimspiel der Saison gegen den FC Homburg (Samstag, 14 Uhr) schwankt der Geschäftsführer der Profi GmbH der Offenbacher Kickers zwischen Bewunderung und Verärgerung. Dass das Sportgericht des DFB aufgrund des Platzsturms beim Aufstiegsspiel gegen Magdeburg die Anzahl der Heimfans für das Duell mit den Saarländern auf 3500 begrenzt und zudem die Waldemar-Klein-Tribüne gesperrt hat, „schmerzt natürlich“, gibt Fischer zu. Die Fans sorgen aber dafür, dass sich zumindest der finanzielle Schaden in Grenzen hält, was den Geschäftsführer wiederum sehr freut. Das reduzierte Kontingent von 3500 Heimtickets werden die Kickers alleine durch die Dauerkarten (3 300) sowie die Tickets für zum Beispiel Schiedsrichter aus der Region oder Einlaufkinder ausschöpfen und daher keine Tageskassen öffnen. Aus Homburg werden 250 Fans erwartet. Mit rund 3 800 Zuschauern rechnet Fischer insgesamt. Ohne Beschränkung durch den DFB wären es wohl 6 000 geworden. Dem OFC entgehen somit rund 30.000 Euro Gewinn. „Das ist nicht schön, aber das müssen wir dann in den anderen Heimspielen aufholen“, sagt der Geschäftsführer und verweist darauf, dass die Fans durch eine Aktion helfen, den finanziellen Schaden zu minimieren.

Fischer ist zudem davon überzeugt, dass auch mit begrenztem Kontingent eine ordentliche Stimmung im Stadion herrschen wird. „Unsere Anhänger auf der Gegengeraden fehlen uns natürlich als zwölfter Mann. Aber die Fans werden die Mannschaft auch so lautstark unterstützen. Die Spieler müssen einfach ausblenden, dass die Gegengerade diesmal leer sein wird.“ In der vergangenen Saison hatte der OFC - auch dank der Unterstützung durch die Anhänger - kein Heimspiel der Regionalliga Südwest verloren.

So lief das letzte Spiel gegen den FC Homburg:

OFC siegt weiter

Dass man trotz der Enttäuschung über den verpassten Aufstieg mehr Dauerkarten verkauft hat (3 300 inklusive VIP-Tickets) als letzte Saison vor dem ersten Heimspiel, wertet Fischer als „tolles Zeichen der Anhänger, Partner und Sponsoren. Die Leute sehen nicht nur das Scheitern, sondern den positiven Eindruck, den die Mannschaft vergangene Saison hinterlassen hat.“ Diejenigen, die den Platz gestürmt hatten, klammert er davon aus: „Das ist eine kleine Gruppe, die die große Masse in Verruf gebracht hat. Der ganz, ganz große Teil unserer Anhänger unterstützt das Team fair und lautstark.“ Immerhin: Mit dem Urteil gehe es für den OFC wieder bei null los, so der Geschäftsführer. Die Bewährungsstrafe habe sich dadurch ebenfalls erledigt. Weitere Verfehlungen sollte man dennoch vermeiden. Zum Spiel gegen Homburg gibt es auf op-online.de wieder einen Liveticker mit Chatfunktion. Dort finden Sie am nächsten Tag auch ein Video mit den Höhepunkten der Partie.

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