Kickers Offenbach

OFC in Homburg: „Wichtig ist nur das richtige Schuhwerk“

Kopfballduell im Testspiel: Im November trafen sich der OFC (links: Ronny Marcos) und der FC Homburg zum freundschaftlichen Kräftemessen in Offenbach. Der Gastgeber gewann 5:0. Am Samstag geht es nun um Punkte.
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Kopfballduell im Testspiel: Im November trafen sich der OFC (links: Ronny Marcos) und der FC Homburg zum freundschaftlichen Kräftemessen in Offenbach. Der Gastgeber gewann 5:0. Am Samstag geht es nun um Punkte.

Nach dem 4:1-Erfolg im ersten Punktspiel des Jahres will Fußball-Regionalligist Kickers Offenbach am Samstag beim FC Homburg nachlegen - zur Not erneut auf Kunstrasen. Trainer Sreto Ristic erwartet nach seinem gelungenen Einstand aber ein anderes Spiel.

Offenbach – Was so ein Pflichtsieg alles bewirken kann. Der 4:1-Erfolg beim Tabellenletzten Eintracht Stadtallendorf hat bei den Offenbacher Kickers für einen Stimmungsumschwung gesorgt. Weg ist die Tristesse, die nach zuvor nur vier Punkten aus vier Spielen beim Fußball-Regionalligisten geherrscht hatte. Es wird wieder gelacht und geflachst beim OFC. Sogar ein vermeintlich kühler Norddeutscher wie Ronny Marcos lässt sich davon anstecken. „Ich spiele dort, wo der Trainer mich aufstellt“, scherzte der aus Oldenburg in Holstein stammende Linksverteidiger angesichts der Tatsache, dass er sich bei der Pressekonferenz vor dem Spiel am Samstag (14 Uhr) beim FC Homburg überraschend ganz rechts auf dem Podium wiederfand.

Hintergrund: Wie seit ein paar Jahren nach einem Trainerwechsel üblich hatten die Kickers mal wieder die Sitzordnung geändert. Aberglaube ist ja im Fußball weit verbreitet. Sreto Ristic, der neue Übungsleiter, der nun also ganz links sitzt, ist allerdings ein Mann der Fakten. Theoretisches interessiert ihn nicht sonderlich. Entsprechend fiel auch seine Reaktion dazu aus, dass die Austragung der Partie witterungsbedingt auf der Kippe steht. Am Dienstag war bereits das Nachholspiel der Homburger gegen den SC Freiburg II ausgefallen. Und die Situation ist seitdem keineswegs besser geworden. Im Gegenteil: Gestern hatte es im Saarland noch einmal geschneit. „Ich kann das nicht beeinflussen, also beschäftige ich mich damit nicht“, stellte der 44-Jährige klar. „Ob Regen, Schnee oder Sonne: Unsere Aufgabe ist es, uns auf das Spiel vorzubereiten.“

Sollte die Begegnung stattfinden, spricht einiges dafür, dass die Kickers zum zweiten Mal in Folge auf Kunstrasen spielen müssen. „Damit beschäftigen wir uns gar nicht großartig“, stimmte Marcos in den Tenor seines Trainers ein. „Wichtig ist alleine, dass wir das richtige Schuhwerk dabei haben. Und wenn wir auf Schotter spielen müssten, müsste Homburg das auch.“

Der Untergrund wird also eventuell identisch sein mit dem in Stadtallendorf. Ristic erwartet allerdings „ein anderes Spiel“, wie er betont. Der Gegner sei „auf Augenhöhe“, sagte er mit Verweis auf die Tabellensituation. Der Vierte (16 Spiele, 29 Punkte) gastiert schließlich beim Siebten, der bei einer noch ausstehenden Nachholpartie lediglich vier Zähler weniger auf dem Konto hat. Und: Die vergangenen drei Partien in Homburg verlor der OFC, wenn auch jeweils nur mit einem Tor Unterschied. „Das ist ein Traditionsverein, der eine relativ erfahrene Truppe hat. Einige der Jungs haben schon höherklassig gespielt - wie Philipp Hoffmann, den ich aus der gemeinsamen Zeit bei Preußen Münster kenne“, so Ristic. Gleichwohl sei die Vorgabe klar: „Wir wollen dieses Spiel für uns entscheiden.“

Zuletzt hatten sich beide Teams Anfang November gegenüber gestanden. Damals siegte der OFC in Offenbach klar mit 5:0. „Das war aber nur ein Test während der Saisonunterbrechung. Das sollte man nicht zu hoch hängen“, meint Marcos. „Das Spiel am Samstag wird kein Selbstläufer. Im Gegenteil. Wir werden viel Kraft aufbringen müssen. Das Ergebnis des Testspiels ist damals zu hoch ausgefallen.“

Ristic hat sich einige Spiele des FC Homburg auf Video angesehen. Ob sein Kollege Matthias Mink den OFC kommen lassen wird, um auf Umschalt-Situationen zu warten, oder selbst versuchen wird, das Spiel zu machen, sei unklar. „Sie können beides, haben schnelle Leute und gute Fußballer. Aber wir wollen uns nicht so sehr mit dem Gegner beschäftigen, sondern unser Spiel machen.“ Dafür stehen bis auf Stürmer Abu Bakarr Kargbo (Reha nach Kreuzbandriss) voraussichtlich alle Akteure zur Verfügung. Lediglich hinter dem Einsatz von Mittelfeldspieler Denis Huseinbasic (Probleme mit dem Sprunggelenk) steht ein kleines Fragezeichen. (Von Christian Düncher)

Ab Rückrunde fünf Wechsel pro Team

Auch in der Regionalliga Südwest sind mit Blick auf die höhere Belastung ab der Rückrunde (6. Februar) fünf Spielerwechsel pro Team und Partie möglich. Gesellschafterversammlung und Spielkommission stimmten einem entsprechenden Antrag zu. Jedem Team stehen für Wechsel während eines Spiels drei Gelegenheiten und die Halbzeitpause zur Verfügung. „Das macht wohl Sinn. Die Mehrheit der Vereine war dafür, wir sind da mitgegangen“, so OFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik. (cd)

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