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OFC-Kapitän Zieleniecki: „Was fehlt, ist nur der Aufstieg“

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Von: Christian Düncher

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Im Zentrum der Abwehr. OFC-Kapitän Sebastian Zieleniecki im Testspiel am Bieberer Berg gegen Kölns Stürmer Sebastian Andersson (links). Rechts: David Richter, Torwart der Kickers.
Im Zentrum der Abwehr. OFC-Kapitän Sebastian Zieleniecki im Testspiel am Bieberer Berg gegen Kölns Stürmer Sebastian Andersson (links). Rechts: David Richter, Torwart der Kickers. © hübner

Abwehrchef und Kapitän Sebastian Zieleniecki erfährt bei Kickers Offenbach aufgrund seiner starken Leistungen von allen Seiten viel Anerkennung. Nur eine Sache fehlt ihm zum großen sportlichen Glück. Wir haben mit ihm gesprochen.

Offenbach – In der vergangenen Saison war Sebastian Zieleniecki nach der Verletzung von Stephan Flauder bereits Kapitän der Offenbacher Kickers. Nun geht der OFC erstmals mit dem polnischen Abwehrchef als Spielführer in eine Saison. Im Interview spricht der 27-Jährige über Anerkennung, Änderungen sowie seinen Hunger.

Als beim offiziellen Trainingsauftakt im Stadion die Spieler einzeln auf den Rasen gerufen wurden, war der Applaus für Sie besonders intensiv. Wie bewerten Sie das?

Es war vielleicht nicht so wie bei Maik Vetter (lacht), aber auch gut. Das freut mich. Ich versuche, jeden Tag auf dem Platz und in der Kabine mein Bestes zu geben. Und in den Spielen natürlich auch. Es ist schön, dass die Fans das anerkennen. Das ist für mich eine zusätzliche Motivation

Aufgrund Ihrer starken Leistungen gab es Gerüchte über einen möglichen Wechsel. Hatten Sie konkrete Angebote?

Ja, es gab einige Anfragen. Jedoch habe ich einen langfristigen Vertrag. Ich fühle mich hier wohl und sehe keinen Grund, den Verein zu verlassen. Meine Familie fühlt sich in Offenbach ebenfalls wohl. Das einzige, was mir fehlt, ist der Aufstieg. Aber das geht allen so, die es mit Kickers Offenbach halten.

Welchen Stellenwert hat Offenbach für Ihre Familie und Sie?

Der Anfang war nicht leicht, auch aufgrund der Sprache. Ich bin allerdings als 16-Jähriger alleine nach Italien, ich kannte das. Für meine Frau und meinen Sohn war das alles neu. Aber wir haben uns hier längst sehr gut eingelebt. Ich verstehe inzwischen vieles auf Deutsch und versuche auch, immer mehr Deutsch zu reden. Auf dem Platz versteht man sich aber so. Dort geht es viel um Körpersprache.

Der neue Trainer hat Sie als Kapitän bestätigt. Was bedeutet das für Sie?

Es ist immer schön, wenn einem vertraut wird, nicht nur vom Trainer, sondern auch vom Präsidium und den Fans. Das will ich natürlich mit guten Leistungen zurückgeben.

Was hat sich unter dem neuen Trainer geändert?

Wir haben ja insgesamt ein neues Trainerteam und einige neue Spieler. Ich habe zum Beispiel in Jakob Zitzelsberger einen neuen Nebenmann in der Innenverteidigung. Die Taktik hat sich auch verändert. Wir spielen mehr Pressing und ein bisschen schneller nach vorne. Die Saisonvorbereitung war zudem viel anstrengender. Ich hoffe, dass sich das auf dem Platz widerspiegelt.

Mussten auch Sie ihren Spielstil umstellen?

Nein, für mich hat sich nichts geändert. Wer auch immer neben mir in der Verteidigung spielt, den werde ich versuchen zu unterstützen. Zwar hat Jakob Zitzelsberger in Deutschland noch nicht auf höherem Niveau gespielt, aber er ist schnell und stark, bringt alles mit, was ein guter Innenverteidiger braucht. Aber er war zuletzt bei einem kleinen Klub. Da ist Kickers Offenbach schon ein großer Unterschied. Ich denke jedoch, dass er den Fans viel Freude bereiten wird.

Sie haben vom Aufstieg gesprochen. Der Verein hat das auch ganz klar als Ziel für diese Saison ausgegeben. Wie schätzen Sie die Chancen ein?

Es ist jedes Jahr aufs Neue schwierig. Jeder weiß, was in der vergangenen Saison war. Nun haben wir viele neue Spieler, die unbelastet an die Aufgabe herangehen. Für mich persönlich kann ich nur sagen: Ich bin hungrig und will jedem zeigen, dass wir es wirklich schaffen können.

Das Gespräch führte Christian Düncher

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