Kickers Offenbach

OFC: Kassel ein gutes Omen für Soriano

Mittelstürmer im Mittelfeld: Kickers Offenbachs Elia Soriano (in der Partie gegen Ulm), eigentlich gelernter Angreifer, agierte zuletzt etwas zurückgezogen. In Kassel könnte er erneut diese Position bekleiden.
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Mittelstürmer im Mittelfeld: Kickers Offenbachs Elia Soriano (in der Partie gegen Ulm), eigentlich gelernter Angreifer, agierte zuletzt etwas zurückgezogen. In Kassel könnte er erneut diese Position bekleiden.

Elia Soriano, Stürmer des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach, ist diese Saison noch torlos. Als nächster Gegner wartet im KSV Hessen Kassel ein Team, gegen das er im Schnitt pro Spiel ein Tor erzielt hat. Vergangene Saison gab es für den OFC zwei klare Siege. Aber Kassel habe inzwischen „ein anderes Team“, sagt Kickers-Trainer Sreto Ristic.

Offenbach – Den 15. Dezember 2020 hat Elia Soriano in guter Erinnerung. An diesem Tag feierte er seine Pflichtspiel-Torpremiere im Trikot des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach, traf beim 5:1-Heimsieg gegen den KSV Hessen Kassel sogar doppelt. Insgesamt erzielte der Offensivmann vergangene Runde bei 29 Einsätzen sieben Tore. In der aktuellen Saison wartet er noch aufs erste persönliche Erfolgserlebnis. Dass für den OFC am morgigen Dienstag (18.30 Uhr) als nächste Aufgabe die Partie in Kassel ansteht, sei möglicherweise „ein Zeichen“, meint Soriano. „In den letzten Spielen habe ich nicht getroffen, vielleicht klappt es nun dort.“

Geht es nach der Statistik, ist ein Soriano-Treffer quasi garantiert. Fünfmal spielte er in seiner Karriere schon gegen Kassel und erzielte dabei fünf Tore. Als Lieblingsgegner würde er die Nordessen aber nicht bezeichnen. „So etwas gibt es nicht“, sagt der Deutsch-Italiener. „Es kommt immer auf den Tag an, wie man sich fühlt, und auf das Spiel. Kassel ist natürlich ein bisschen besonders. Das ist ein Derby. Da will man natürlich treffen als Stürmer.“

Insgesamt traf der OFC vergangene Saison neunmal gegen Kassel: Das Rückspiel im Aue-Stadion endete 4:0. Von einem klaren Ergebnis geht bei den Kickers diesmal aber niemand aus. Das KSV-Team von damals habe „mit der heutigen Mannschaft nichts zu tun“, sagt OFC-Trainer Sreto Ristic angesichts des Umbruchs bei den Nordhessen. „Das ist ein anderes Team. Es wurde deutlich verjüngt, hat aber trotzdem Erfahrung. Es ist eine sehr fitte Mannschaft, die läuferisch vielleicht einen Tick besser ist als vergangene Saison. Sie spielen Männerfußball, gehen alle richtig hin. Das wird ein heißes Spiel.“ Zumal der KSV (sechs Spiele, acht Zähler) ordentlich gestartet ist.

Wen Ristic aufstellen wird, ließ er offen. Beim jüngsten 1:0 gegen Hoffenheim II hatte er mit zwei Personalien überrascht: Denis Huseinbasic, eigentlich im zentralen Mittelfeld zu Hause, begann rechts. Soriano agierte dafür eine Position weiter hinten. Er sei „mit beiden sehr zufrieden“ gewesen, betonte der Trainer. Die Umstellung habe er der Mannschaft gegenüber erklärt, wolle dies aber nicht öffentlich tun. Ein möglicher Grund könnte die Ballsicherheit gewesen sein. Diese hatte gegen Ulm (1:2) und in Koblenz (1:1) gefehlt. Gegen Hoffenheim war das deutlich besser. Und so könnten Huseinbasic und Soriano in Kassel erneut auf diesen Positionen beginnen. Zumindest Soriano hätte nichts dagegen.

„Das ist laufintensiver, ich habe mich dort aber wohlgefühlt. Ich bin der Typ, der gerne den Ball am Fuß hat und ein Spiel beruhigen kann“, sagt der gelernte Mittelstürmer, der bereits in den ersten drei Partien als einzige Spitze viel unterwegs war. Da habe er „viel geackert“. Es sei daher klar, dass er „nicht so viele Chancen“ hatte. Das erklärt auch seine Null-Tore-Saisonbilanz. „Ich mache mir deshalb aber keinen Druck“, stellt der 32-Jährige klar. „Ich arbeite jeden Tag gut und hart und weiß, dass irgendwann Tore kommen werden. In erster Linie geht es um die Mannschaft.“ Und für die spielt er zur Not auch im Mittelfeld.

„Die Position ist eigentlich egal. Im Endeffekt kommt es immer auf Zweikämpfe und aufs Laufen an. Das kann man überall bringen“, meint Soriano und liegt damit auf einer Linie mit Ristic: Gegen Hoffenheim hätten „alle gezeigt, was wir bringen müssen, um Spiele ausgeglichen zu gestalten. Am Ende setzt sich die Qualität durch. Ich hoffe, dass wir mit dem Spiel einen Schritt in die richtige Richtung gemacht haben.“ In Kassel wird es sich zeigen. (Von Christian Düncher)

Kickers spielen fünfmal ein einem Sonntag

In der Fußball-Regionalliga Südwest wurden die Spieltage zehn bis 20 zeitgenau angesetzt. Die Offenbacher Kickers müssen dabei fünfmal sonntags antreten: bei der TSG Balingen (17.10.), gegen den TSV Steinbach Haiger (31.10.) gegen den VfB Stuttgart II (14.11.), beim FSV Frankfurt (21.11.) und beim FC Homburg (28.11.). Heimspiele unter Flutlicht gibt es zwei: gegen Schott Mainz (28.9.) und den VfR Aalen (22.10.). Den Bahlinger SC empfängt der OFC samstags (9.10.). (cd)

OFC-Termine im Überblick:

Di., 28.09., 19:00: Schott Mainz (H)

Sa., 02.10., 14:00: FK Pirmasens (A)

Sa., 09.10., 14:00: Bahlinger SC (H)

So., 17.10., 14:00: TSG Balingen (A)

Fr., 22.10., 19:00: VfR Aalen (H)

Di., 26.10., 16:00: FC Gießen (A)

So., 31.10., 14:00: TSV Steinbach (H)

Fr., 05.11., 19:00: SG Großaspach (A)

So., 14.11., 14:00: VfB Stuttgart II (H)

So., 21.11., 14:00: FSV Frankfurt (A)

So., 28.11., 14:00: FC Homburg (A)

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