OFC-Trainer Barletta warnt vor „Nadelstichen“

Kickers Offenbach: Schmerzhafte Erinnerungen an Pirmasens

Sorgt für Stabilität: Außenverteidiger Ronny Marcos und seine Kollegen in der OFC-Defensive ließen in den ersten zwei Spielen kein Gegentor zu. „Wir sind dank der ellenlangen Vorbereitung eingespielt“, so Marcos.
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Sorgt für Stabilität: Außenverteidiger Ronny Marcos und seine Kollegen in der OFC-Defensive ließen in den ersten zwei Spielen kein Gegentor zu. „Wir sind dank der ellenlangen Vorbereitung eingespielt“, so Marcos.

Vier Tage nach dem ersten Saisonsieg steht für Kickers Offenbach bereits das nächste Spiel an. An Gegner FK Pirmasens hat nicht nur Trainer Angelo Barletta alles andere als gute Erinnerungen.

  • Das nächste Spiel des OFC steht bevor
  • Der nächste Gegner von Kickers Offenbach in der Regionalliga Südwest heißt FK Pirmasens.
  • Nicht nur Trainer Angelo Barletta alles andere als gute Erinnerungen an Pirmasens.

Offenbach – Sein letzter Besuch im Sportpark Husterhöhe brachte Angelo Barletta eine bandagierte Hand ein. Der 43-Jährige, damals noch Trainer von Bayern Alzenau, hatte sich so sehr über die 0:2-Pleite in seinem „Abschiedsspiel“ beim FK Pirmasens geärgert, dass er gegen eine Tür schlug - mit schmerzhaften Folgen. Zehn Monate ist das her. Der Hand geht es wieder gut, auf die Begegnung blickt Barletta dennoch ungern zurück: „Das sind ganz schlechte Erinnerungen.“

OFC: Kickers Offenbach zu Gast beim FK Pirmasens

Barletta ist mit den Offenbacher Kickers beim FK Pirmasens zu Gast und hofft auf einen positiven Ausgang der Partie. Allerdings hat auch der OFC mit „Die Klub“ bislang keine allzu guten Erfahrungen gemacht. Neunmal trafen beide in der Regionalliga Südwest aufeinander, die Kickers gewannen nur dreimal. Vergangene Saison gab es in Offenbach lediglich ein mageres 0:0. Ronny Marcos war damals schon dabei. „Pirmasens kommt sehr übers Körperliche“, sagt der Außenverteidiger. Teilweise ging es arg auf die Knochen: „Da müssen wir Lösungen finden.“

Die Robustheit der Pfälzer äußert sich auch in einem anderen Punkt. „Die haben ein paar große Kerle in der Mannschaft“, weiß Barletta, sieht sein Team jedoch darauf vorbereitet: „Wir hatten in der Vergangenheit nie Probleme bei Ecken und Freistößen. Ich bin daher zuversichtlich.“

Barletta: „Wir sind noch in einem Reifeprozess“

Beide haben nach zwei Partien vier Punkte auf dem Konto, beide siegten gegen die SG Sonnenhof Großaspach - der OFC auswärts 2:0, Pirmasens zu Hause 1:0. „Für Pirmasens ist das ein mehr als guter Start“, meint Barletta. Die Kickers liegen hingegen lediglich im Soll. Das Umfeld erwartet den zweiten Sieg hintereinander. Andernfalls gerät der jüngste Erfolg schnell in Vergessenheit.

Dessen ist man sich in der Mannschaft auch bewusst. „Das Spiel in Großaspach hat extrem viel Spaß gemacht, weil wir als Team gut aufgetreten sind und Gas gegeben haben. Aber so schön das auch war: Wir müssen uns auf Pirmasens konzentrieren“, sagt Marcos. Barletta sieht ebenfalls keinen Grund, sich nun zurückzulehnen. Der erste Dreier sei zwar „traumhaft“ gewesen, schwärmt der Trainer und fügt an: „Ich bin sehr stolz, wie die Jungs auswärts gegen ein solches Kaliber aufgetreten sind.“ Bei der Videoanalyse habe er aber auch „ein, zwei kritische Sachen angesprochen. Wir sind trotzdem noch in einem Reifeprozess.“

Kickers Offenbach: Das Spiel in Pirmasens werde „komplett anders“ werden als die Partie in Großaspach

Dazu gehört auch, sich immer wieder auf neue Situationen einzustellen. Das Spiel in Pirmasens werde „komplett anders“ werden als die Partie in Großaspach. „Die haben uns hoch angelaufen. Pirmasens agiert mehr als Mannschaft. Da ist jeder schnell hinter dem Ball. Wir müssen auf deren Nadelstiche aufpassen“, warnt Barletta.

Auf die Defensive des OFC war in den bisherigen zwei Spielen aber Verlass. Gegen Bahlingen (0:0) ließ man nur zwei Schüsse aufs Tor zu, darunter ein Freistoß. Und in Großaspach stand am Ende auch die Null. „Das ist natürlich ein Kompliment für unsere Abwehr“, freut sich Außenverteidiger Marcos. „Aber es gibt immer noch Dinge zu verbessern. Wir stehen erst am Anfang der Saison.“ (Von Christian Düncher)

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