Fußball-Regionalliga Südwest

OFC in der Warteschleife: Verbindliche Aussage der Liga zum Restart unmöglich

Rivalen im Aufstiegsrennen in der Warteschleife: Sollte die Liga noch dieses Jahr fortgesetzt werden können, würde Benjamin Kirchhoff (links) mit dem TSV Steinbach Haiger am 12./13. Dezember im Topspiel in Elversberg antreten, Tim Dierßen mit Kickers Offenbach in Walldorf.
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Rivalen im Aufstiegsrennen in der Warteschleife: Sollte die Liga noch dieses Jahr fortgesetzt werden können, würde Benjamin Kirchhoff (links) mit dem TSV Steinbach Haiger am 12./13. Dezember im Topspiel in Elversberg antreten, Tim Dierßen mit Kickers Offenbach in Walldorf.

Der Restart in der Fußball-Regionalliga Südwest lässt weiter auf sich warten. Die Entscheidung darüber, wann es für Kickers Offenbach und Co. weitergeht, wurde um eine Woche vertagt

Offenbach – Die drängendste Frage für die 22 Klubs der Fußball-Regionalliga Südwest bleibt in dieser Woche unbeantwortet. Ob der Spielbetrieb noch in diesem Jahr wieder aufgenommen werden kann, wird sich erst nach dem 25. November entscheiden. Das bestätigte Felix Wiedemann, stellvertretender Geschäftsführer der Regionalliga Südwest GbR.

„Wir müssen auf die verbindlichen Beschlüsse der Politik warten“, sagte Wiedemann: „Denn Grundlage unserer Entscheidung ist, was rechtlich möglich ist.“ Weil sich die Politik in Sachen Winterfahrplan der Corona-Maßnahmen auf kommenden Montag vertagt hat, ist auch eine verbindliche Aussage zum Restart unmöglich.

Fußball-Regionalliga Südwest: OFC ist vehementer Verfechter einer Wiederaufnahme

Wiedemann hält aber noch immer am ursprünglichen Plan fest, der bei entsprechender Verordnungslage eine Wiederaufnahme dieses Jahr vorsieht. Heißt: Sollten die Maßnahmen nach dem 30. November entsprechend in den Bundesländern Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg gelockert werden und somit Wettkampfbetrieb wieder überall möglich sein, wäre ein Restart mit dem 19. Spieltag am Wochenende des 11. bis 13. Dezember denkbar. „Wir wollen keinen Kaltstart und daher den Vereinen einen Vorlauf von etwa 14 Tagen geben“, betonte Wiedemann.

Für die Offenbacher Kickers, vehementer Verfechter einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs im alten Jahr, würde das bedeuten, dass sie am Freitag (11. Dezember) bei Astoria Walldorf antreten würden. Angedacht ist, dass der 20. Spieltag, an dem der OFC den VfR Aalen erwartet, wie ursprünglich angesetzt ausgetragen wird, und ein ausgefallener Spieltag nachgeholt wird. Doch spannung gibt es beim OFC auch ohne Pflichtspiele.

Wiederaufnahme des Spielbetriebs: OFC muss auf Entscheidung aus der Politik warten

Keine Sonderrolle wird der FC Bayern Alzenau erhalten. Sollte der Klub, der politisch zu Bayern, sportlich aber dem Hessischen Fußball-Verband angehört, aufgrund der Verordnungen im Freistaat nicht am Wettkampf teilnehmen dürfen, müssen sie sich als Mitglied des Hessischen Fußball-Verbandes nach Lösungen im benachbarten Hessen umsehen - oder die Spiele später nachholen.

Fußball-Regionalliga Südwest: Ab Januar auf Kunstrasen? Der OFC wäre damit nur bedingt zufrieden.

Während Bundesländer wie das Saarland, Hessen und Baden-Württemberg die Vereine der 4. Liga als Proficlubs einstuften und somit den Klubs Training ermöglichten, ist das für die Vereine in Rheinland-Pfalz, TuS RW Koblenz, FK Pirmasens, TSV Schott Mainz und FSV Mainz 05 II (dieser hat eine Ausnahmegenehmigung für Training) ebenso wie für Alzenau derzeit nicht drin. Wiedemann bleibt also angesichts der politischen Hängepartie nichts anderes übrig, als um Geduld zu werben. „Es hängt weiterhin an diesen Fällen“, erklärte er Wiedemann.

Ob die Spieler des OFC bald trotz Corona-Pandemie wieder jubeln dürfen, ist noch nicht entschieden. (Kickers Offenbach gegen TSG Hoffheim II)

Sollte allerdings das Go der Politik kommen, rechnet er nicht mit Problemen seitens der Vereine, die sich gegen eine Fortsetzung im alten Jahr ausgesprochen haben. Dazu zählen der TSV Steinbach Haiger, der FC Gießen, Eintracht Stadtallendorf, VfR Aalen, Astoria Walldorf, TSG Balingen, Bahlinger SC, Schott Mainz und Alzenau. „Wenn Wettkampfbetrieb möglich ist, dann ist auch Trainingsbetrieb möglich, und dann wüsste ich nicht, was dann nicht gehen sollte“, betonte Wiedemann. Zur wesentlichen Aufgabe der Liga zähle es, den Spielbetrieb auf Grundlage gesetzlicher Verordnungen zu ermöglichen: „Dazu sind wir verpflichtet.“ (Jörg Moll)

Barletta wartet auf Tag X und sucht Gegner

Angelo Barletta hat die Hängepartie um den Restart der Fußball-Regionalliga Südwest gefasst aufgenommen. „Wir bleiben positiv, freuen uns, dass wir trainieren können“, sagt der Trainer der Offenbacher Kickers: „Wir bereiten uns so vor, dass wir für Tag X, aktuell der 11. Dezember bei Astoria Walldorf, vorbereitet sind.“ Barletta bittet in einer Fünf-Tage-Woche zum Training und sucht parallel nach Testgegnern. Dabei hat er auch beim früheren OFC-Aufstiegscoach Hans-Jürgen Boysen angefragt, der mit der SG Sonnenhof Großaspach ebenfalls trainieren darf. Noch ist nicht geklärt, ob ein Duell gegen den Drittliga-Absteiger, bei dem der OFC am zweiten Spieltag mit 2:0 gewann, zustande kommt. Positives vom Personal: Marco Fritscher macht nach seinem Bänderriss wieder Passübungen. Pausieren müssen nur Luigi Campagna (Patellasehnenreizung) und Jakob Lemmer (Adduktorenprobleme). (jm)

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