Kickers Offenbach

Kickers Offenbach siegt vor Gericht

Thomas Sobotzik, Geschäftsführer Kickers Offenbach
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Thomas Sobotzik: „Ich freue mich, das Gerechtigkeit gesprochen wurde“

Im Verfahren von Kicker Offenbach gegen den ehemaligen Spieler Nejmeddin Daghfous erringt der OFC einen ersten Sieg.

  • Ein ehemaliger OFC-Spieler klagt gegen sein Entlassung
  • Es ging um eine Schlägerei im Training
  • Das Arbeitsgericht Offenbach gibt den Kickers jetzt recht

Offenbach - Die Offenbacher Kickers haben den ersten Sieg lange vor dem ersten Spieltag der neuen Saison in der Fußball-Regionalliga Südwest errungen - vor dem Arbeitsgericht Offenbach. Dort hatte der ehemalige Spieler Nejmeddin Daghfous gegen die fristlose Kündigung seines Vertrages geklagt. Der 33-Jährige hatte im Nachgang einer heftigen Trainingsauseinandersetzung am 26. Februar dieses Jahres Mitspieler Luigi Campagna (30) beim Gang in die Kabine mit einem Faustschlag die Nase gebrochen.

Kickers Offenbach (OFC): Klage abgewiesen

Daghfous, im Sommer 2019 vom Zweitligisten SV Sandhausen verpflichtet und mit sechs Treffern bester Torschütze vorzeitig abgebrochenen Corona-Saison 2019/2020, hatte gegen die Rechtmäßigkeit der Entlassung geklagt. Campagna soll ebenfalls zugeschlagen haben. Dieser Vorwurf aber ließ sich gestern anhand der befragten Zeugen, zu denen neben Campagna auch Co-Trainer Dennis Bochow und Birger Naß, einst gemeinsam mit Bochow Assistent von Angelo Barletta bei Bayern Alzenau, gehörten, nicht belegen. Das Arbeitsgericht wies die Klage gegen den durch Geschäftsführer Thomas Sobotzik und Rechtsanwalt Horst Kletke vertretenen OFC ab. Die fristlose Kündigung, die erstmals am 27. Februar und nochmals am 15. April ausgesprochen wurde, ist damit erstinstanzlich rechtsgültig. Daghfous hat nun die Möglichkeit, in Berufung zu gehen.

Kickers Offenbach: Thomas Sobotzik zeigt sich zufrieden

„Ich freue mich, das Gerechtigkeit gesprochen wurde“, meinte Sobotzik: „Es wäre auch ein fatales Signal, wenn so ein Gebaren vom Gericht als tolerierbar erachtet worden wäre. Was hätten wir dann unseren jungen Spielern gesagt?“ (Jörg Moll)

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