Plötzlicher Todesfall

Trauer bei den Kickers: Ex-Trainer und Physiotherapeut ist tot

Der OFC trauert um Ex-Trainer und Physiotherapeut Wolfgang Uschek.
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Der OFC trauert um Ex-Trainer und Physiotherapeut Wolfgang Uschek.

Sechs Monate lang hatte er Kickers Offenbach 1995 trainiert, kürzlich kehrte er als Physiotherapeut zurück – jetzt ist Wolfgang Uschek verstorben.

  • Der OFC trauert um Ex-Trainer und Physiotherapeut Wolfgang Uschek
  • Uschek hat die Kickers Offenbach in den 1990er-Jahren trainiert
  • Trainer Barletta ist bestürzt über Uscheks Tod

Offenbach – Angelo Barletta rang verzweifelt nach Worten. Die Nachricht vom überraschenden Tod von Wolfgang Uschek am Samstag hatte den Trainer des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach zutiefst bestürzt. „Ich fasse das nicht, Wolfgang war bis zuletzt fit“, meinte Barletta.

Kickers Offenbach: Uschek war sechs Monate Cheftrainer

Der 60-jährige Uschek, früher Jugend- und Assistenztrainer in Offenbach und 1995 für ein halbes Jahr Cheftrainer in der Oberliga, war zu Beginn des Jahres nach langer Abstinenz in neuer Funktion an den Bieberer Berg zurückgekehrt. Den Frust über sein stilloses Ende als Cheftrainer der Kickers nach sechs Monaten in der Oberliga Hessen hatte Uschek am 31. Oktober in einem Interview mit unserer Zeitung in Erinnerung gerufen. „Ich war richtig sauer“, hatte der einzige OFC-Coach ohne Heimniederlage zum stillosen Abschied durch den damaligen Manager Klaus Gerster gesagt. 

Uschek ging zum SV Darmstadt 98, arbeitete dort drei Jahre lang unter anderem unter Lothar Buchmann und Eckehard Krautzun als Co-Trainer. Den Durchmarsch des FSV Frankfurt von der Oberliga in die 2. Liga erlebte er später als Physiotherapeut mit, lernte dort unter anderem Angelo Barletta kennen.

Kickers Offenbach: Nach Tod von Physiotherapeut rückt alles andere in den Hintergrund

Als der heutige OFC-Coach, der schon in Alzenau auf Uscheks Qualitäten im Umgang mit Spielermuskeln vertraute, um Hilfe rief, verzieh der gelernte Heilpraktiker und Physiotherapeut seinem Herzensklub. Der Inhaber einer Praxis in Kleinostheim unterstützte im Frühjahr Jörn Klümper (R2com) beim OFC.

Uscheks plötzlicher Tod ließ bei den Kickers alles andere in den Hintergrund rücken. Etwa, dass Kapitän Maik Vetter im Training umgeknickt war und bis auf Weiteres pausieren muss. Oder die Nachricht, dass Niklas Hecht-Zirpel zu seinen Wurzeln zurückkehrt. Der 26-Jährige, der vom OFC keinen neuen Vertrag angeboten bekommen hatte, wechselt zur neuen Saison zum FC Nöttingen. 2017 war Hecht-Zirpel vom damaligen Regionalliga-Rivalen nach Offenbach gekommen. Nach 47 Punktspieleinsätzen (sechs Tore/drei Vorlagen) für die Kickers kehrt der technisch versierte Mittelfeldspieler zu seinem mittlerweile in der Oberliga Baden-Württemberg spielenden Heimatverein zurück.  

jm

In der Corona-Krise gehen dem OFC viele Einnahmen verloren. Fans halten dem Verein die Treue und kaufen Geistertickets. Eine starke Marke wurde nun durchbrochen.

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