Zuversicht bei Haas nach guter Aussprache

+
Erst zweimal in drei Jahren stand Steffen Haas nicht in der OFC-Startelf.

Offenbach ‐ Dass die Offenbacher Kickers das erste Liga-Heimspiel nach der Winterpause verlieren, hat inzwischen Tradition. Für Steffen Haas brachte das 1:2 gegen den SV Sandhausen dennoch eine Besonderheit mit sich. Von Christian Düncher

Es war das 85. Punktspiel des 22-Jährigen für den OFC und erst das zweite, bei dem er nicht in der Startelf stand. „Der Trainer hatte entschieden, dass Elton da Costa und Nicolas Feldhahn im zentralen Mittelfeld spielen“, sagt Haas, „das ist der normale Konkurrenzkampf. Dem muss ich mich stellen und an mir arbeiten.“ Wohl vor allem am Defensivverhalten. „Wenn man in meinem Alter aber schon so viele Spiele von Anfang an gemacht hat“, sagt Haas, „ist das durchaus eine Leistung.“

Zuletzt stimmten die Leistungen allerdings nicht unbedingt - weder die der Mannschaft noch die von Haas. Davon lässt sich der gebürtige Karlsruher aber nicht aus der Ruhe bringen. „Tiefen gibt es immer wieder mal“, so Haas. Eine Erklärung für die traditionelle Winterschwäche der Kickers hat aber auch er nicht. „Wir hatten wie jedes Jahr ein gutes Trainingslager“, meint der Blondschopf. „Gegen den SV Sandhausen haben wir dann aber unglücklich agiert und innerhalb weniger Minuten zwei Gegentore kassiert.“

Ob Haas bleibt ist noch offen

So enttäuschend die Niederlage auch gewesen sein mag: Haas glaubt, dass die Mannschaft durch sie „näher zusammengerückt“ ist. „Wir hatten nach dem Spiel eine gute Aussprache mit allen Beteiligten, die allerdings auch im Falle eines Sieges stattgefunden hätte“, betont Haas. „Unser Ziel ist der Aufstieg, und daran hat sich nichts geändert.“

Ob Haas, dessen Vertrag ausläuft, auch in der kommenden Saison für die Kickers spielt, ist noch offen. „Bislang gab es noch keine Gespräche. Es ist aber noch genug Zeit“, sagt der Mittelfeldspieler. Ohnehin habe die Liga derzeit Priorität. „Da muss man keine unnötigen Nebenkriegsschauplätze eröffnen, zumal ich weiß, dass ich im Verein durchaus eine gewisse Wertschätzung genieße.“

Anders sieht es bei Mirnes Mesic aus: Ligakonkurrent Carl Zeiss Jena ist an dem Offensivspieler interessiert, und der OFC würde den 32-Jährigen, dessen Vertrag ausläuft, wohl ziehen lassen. „Wir wissen von dem Interesse, es gibt eine Anfrage“, bestätigt Sportmanager Andreas Möller. Die Entscheidung liegt nun offenbar beim Spieler.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare