OFC

Marcos, der „Mann mit der Maske“

OFC-Profi Ronny Marcos (Mitte) mit Christian Stöhr (links) und Steffen Krebs, die für ihn die Maske anfertigten.
+
OFC-Profi Ronny Marcos (Mitte) mit Christian Stöhr (links) und Steffen Krebs, die für ihn die Maske anfertigten.

OFC Außenverteidiger nach Jochbogenbruch vor Rückkehr ins Mannschaftstraining

Offenbach – Die Serie „Der Mann mit der Maske“ geht bei den Offenbacher Kickers in die dritte Runde – erneut mit einem neuen Darsteller: Nach Torwart Robert Wulnikowski (2011) und Mittelfeldmann Klaus Gjasula (2013) ist jetzt Linksverteidiger Ronny Marcos an der Reihe.Und genau genommen ist er sogar derjenige, der diesem Namen am ehesten gerecht wird. Seine Vorgänger waren zwar jeweils ebenfalls aufgrund eines Jochbogenbruches dazu gezwungen, einen Protektor zu tragen, ihrer war jedoch eher ein Helm. Oder wie es das Sanitätshaus Bußfeld & Schiller – damals wie heute OFC-Partner – beschrieb: ein Kopfschutz, der „wie eine Badekappe mit halbseitiger Maske“ aussieht.

Wulnikowski überließ sein Markenzeichen 2013 dem Kickers-Fanmuseum, der noch aktive Gjasula (spielt mittlerweile für Erstligist SC Paderborn und Albaniens Nationalmannschaft) trägt es immer noch. Als „Lord Helmchen“ und „Gladiator“ wurde er bezeichnet. Marcos hingegen erinnert eher an „Zorro“ oder das „Phantom der Oper“. Er trägt nun eine Maske, die das Gesicht im Bereich zwischen Stirn und Oberlippe bedeckt.

Bald wieder im Mannschaftstraining

„Die Maske muss einen gewissen Druck verteilen. Bei Ronny Marcos befindet sich der Bruch in der Nähe der Nase. Bei Robert Wulnikowski und Klaus Gjasula war die Verletzung etwas großflächiger – im Bereich der Schläfe“, erklärt Julia Boike vom Sanitätshaus Bußfeld & Schiller, warum im aktuellen Fall kein Helm erforderlich ist.

Gestern hatte Marcos, von dessen Gesicht vergangene Woche ein Gipsabdruck genommen worden war, den Anprobetermin. „Da ging es noch um Feinheiten“, so Boike. Unter anderem wurde der Sitz der Maske überprüft und bei den Aussparungen für die Augen noch etwas optimiert. Es dürfen natürlich auch keine scharfen Kanten vorhanden sein. Andernfalls dürfte der Protektor nicht im Spiel getragen werden. Probleme erwartet Boike aber nicht. „Wir haben unsere ausgebildeten Meister, die sich damit auskennen“, betont sie und ergänzt: „Im Normalfall dauert die Anfertigung einer solchen Maske einige Wochen.“ Für die Kickers wurde alles beschleunigt. „Als offizieller OFC-Partner wollen wir natürlich so schnell und unkompliziert wie möglich helfen“, sagt Boike.

Marcos hatte sich die Verletzung Anfang des Monats beim 3:0-Heimsieg gegen die TSG Balingen zugezogen und war bereits drei Tage später operiert worden. „Bei optimalem Heilungsverlauf und entsprechender Anpassung einer Gesichtsmaske“ könne er „schon in zwei, drei Wochen wieder am Mannschaftstraining teilnehmen“, hatte Kickers-Teamarzt Dr. Michael Joneleit damals gesagt. Lauf- und Krafttraining hatte der 26-jährige Marcos, der bis zur Verletzung als einziger OFC-Feldspieler auf die maximale Einsatzzeit gekommen war, zuletzt schon absolviert. Nun kann der „Mann mit der Maske“ auch bald wieder Zweikampfverhalten üben. Ob es für ihn im Spiel bei Spitzenreiter 1.FC Saarbrücken am Samstag (14 Uhr) schon zu einem Platz im Kader oder sogar in der Anfangself reicht, wird sich in den kommenden Trainingsein entscheiden.

VON CHRISTIAN DÜNCHER

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare