Beim OFC stehen Zeichen auf Abschied

Martin Röser hat Mietvertrag schon gekündigt

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Die Wege trennen sich: OFC-Kapitän Daniel Endres jubelt wohl nicht mehr mit seinem Kumpel Martin Röser.

Offenbach - Viel Zeit zum Grübeln nach dem Scheitern der Offenbacher Kickers in der Aufstiegsrelegation hatte Martin Röser nicht. Während das Gros seiner seitherigen Mitspieler in Urlaub weilt, besucht der Lehramtsstudent (Englisch/Sport) Vorlesungen und Seminare. Von Jörg Moll 

Den Mietvertrag für seine Offenbacher Wohnung hat der gebürtige Ludwigshafener gekündigt. Weil er neun Tage nach dem 1:3 gegen Nordostmeister 1. FC Magdeburg noch kein Signal vom OFC erhalten hat, stehen die Zeichen klar auf Abschied. Ob es auch ein Abschied vom Profifußball wird, darüber grübelt er noch. „Der Schritt, in die Oberliga zu gehen, ist doch schwer“, gesteht der 24-Jährige, der nach seinem Wechsel vom SV Wehen Wiesbaden eine gute Saison in Offenbach spielte.

Bilder: Knappe OFC-Niederlage in Magdeburg

Sechs Treffer erzielte er selbst, mit sieben Torvorlagen war er neben Denis Mangafic bester Vorbereiter der Kickers. Mit dem ebenfalls abwanderungswilligen Hintermann auf der rechten Seite bildete er eines der besten Gespanne der Südwest-Liga. Nur in den Aufstiegsspielen blieb Röser blass. „Da reihe ich mich ins gesamte Team ein“, gibt er sich selbstkritisch: „Wir haben aus unerfindlichen Gründen nur 20 Minuten im Rückspiel das gezeigt, was uns auszeichnet.“

Das OFC-Zeugnis im Rückspiel gegen Magdeburg

3. Liga, Regionalliga oder Oberliga? Röser wird sich bald entscheiden müssen. Aufgrund der Studienbedingungen müssten Viert- oder Fünftligisten Zugeständnisse machen und ihm erlauben, bei Prüfungen oder Seminaren mit Anwesenheitspflicht im Training zu fehlen. Nur in der 3. Liga würde er das Studium sausen lassen und auf die Karte Profifußball setzen. Wäre der OFC aufgestiegen, würde sich diese Frage nicht stellen. Rösers Vertrag hätte sich automatisch verlängert. Umso mehr wurmt ihn der Aufstiegsmodus. „Es kann nicht sein, dass der Meister nicht aufsteigt.“ Doch auch zum Hadern über diesen Unsinn bleibt wenig Zeit.

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