Frühes Aus beim Hallenturnier in Gummersbach

Rapps Spritzenbehandlung schlägt an, Endres und Scheu grippekrank

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Offenbachs Serkan Göcer (Mitte) im Zweikampf mit dem Duisburger Fabio Leutenecker. Göcer traf im ersten Spiel in Gummersbach zum 2:5-Endstand gegen den 1. FC Kaiserslautern. Alexander Sebald (links) hütete für den grippekranken Daniel Endres das Tor.

Offenbach - Der erste und einzige Hallenauftritt der Offenbacher Kickers fand zwar ein schnelles Ende. Die zwei Niederlagen am Sonntag gegen Zweitligist 1. FC Kaiserslautern und Drittligist MSV Duisburg beim „Schauinsland-Reisen-Cup“ in Gummersbach waren aber schnell vergessen. Von Jörg Moll 

Tags zuvor hatten beim Trainingsauftakt nach der Weihnachtspause vier Spieler gefehlt. Sportdirektor Sead Mehic nahm die Niederlagen bei dem von Weltmeister Lukas Podolski und dessen Stiftung mitorganisierten Turnier gegen die späteren Finalisten 1. FC Kaiserslautern (2:5) und den MSV Duisburg (1:4) gelassen zur Kenntnis. „Wichtig war, dass die Jungs Spaß hatten, sich keiner verletzt hat und wir uns als Verein gut präsentiert haben.“ Das gelang dem Fußball-Regionalligisten aus Offenbach trotz der klaren Niederlagen recht ordentlich. Die Kickers hielten in beiden Partien mit viel Kampfgeist dagegen, waren aber letztlich gegen die beiden besten Teams des Turniers zweimal chancenlos.

Beim 2:5 gegen Kaiserslautern - mit dem früheren Darmstädter Norbert Meier als Chefcoach an der Bande - kassierte der OFC gleich in der 1. Minute den Rückstand durch Robert Glatzel. Marlon Frey (5.) erhöhte auf 2:0, ehe Ko Sawada (7.) kurzzeitig für neue Hoffnung beim lautstark mitgehenden OFC-Anhang (Mehic: „Toll, dass so viele Fans dabei waren.“) sorgte. Erneut Glatzel (10.) und U20-Nationalspieler Maximilian Dittgen (11., 14.) erhöhten für den Zweitligisten. OFC-Torwart Alexander Sebald machte beim zweiten und dritten Gegentor nicht die beste Figur. Serkan Göcer (19.) gelang nach schöner Kombination etwas Ergebniskosmetik.

Auch gegen Duisburg lag der OFC vor 4000 Zuschauern schnell 0:2 hinten. Tim Albutat (3.) und Fabio Leutenecker (6.) trafen für den einst auch von Oliver Reck trainierten Tabellenführer der 3. Liga. Serkan Firat gelang der Anschlusstreffer. Mael Corboz (10.) und Simon Brandstetter (19.) erhöhten für den späteren Turniersieger (3:2 gegen Kaiserslautern). Sebald hielt in der Schlussminute noch einen Neunmeter von Corboz. OFC-Aufgebot in Gummersbach: Sebald, Biladne (Tor); Sawada, Maslanka, Firat, Stoilas, Sentürk, Hodja, Göcer, Marx, Kirchhoff.

Kickers beim Hallenturnier in Gummersbach: Bilder

Beim Trainingsauftakt auf Kunstrasen am Samstag hatte Trainer Oliver Reck auf vier Akteure verzichten müssen. Kapitän und Torwart Daniel Endres musste wegen eines grippalen Infekts ebenso das Bett hüten wie Robin Scheu. Erwartungsgemäß hatten die Mittelfeldspieler Maik Vetter (Aufbautraining nach Innenbandriss im Knie und Daumenbruch) sowie Marco Rapp gefehlt. Der Regisseur erhält heute seine letzte Spritzenbehandlung in München, die Abhilfe bei seinen Schmerzen im Schambeinbereich verschaffen soll. „Ich habe ein gutes Gefühl und spüre, dass es besser wird“, zeigt sich der Führungsspieler der Kickers optimistisch. Sportdirektor Sead Mehic freuen die Nachrichten aus München, gleichwohl stellt er klar: „Wir werden bei Marco nichts riskieren, wir brauchen ihn.“

Bilder zum Trainingsauftakt 2017 der Kickers

Gebrauchen könnten die Kickers, die noch keine Entscheidung über ein Trainingslager gefällt haben und diese Woche im winterlichen Offenbach auf Kunstrasen trainieren, auch einen treffsicheren Stürmer für die verbleibenden 13 Partien. In denen geht es laut Mehic „nur um den Klassenerhalt“. Doch die Verpflichtung eines Angreifers wird alles, nur kein Selbstläufer. „Gute Stürmer in der Winterpause zu finden, ist immer schwierig“, sagt Mehic und schloss Aktionismus in dieser Angelegenheit aus: „Der Neue muss uns sofort weiterbringen und zu uns passen.“ Eine „Feuerwehrmannlösung“ im Angriff schloss der Sportdirektor aus. Denkbar ist aber, dass der OFC angesichts begrenzter finanzieller Mittel mit einer Verpflichtung bereits einen Vorgriff auf die neue Saison tätigt. Bis 31. Januar ist das Wintertransferfenster geöffnet. Der Neue hätte dann immerhin noch zweieinhalb Wochen Eingewöhnungszeit bis zum ersten Punktspiel beim FC Nöttingen (16.-18. Februar).

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