Verstärkungen für drei Positionen gesucht

Reck weg, Nachfolger kommt heute

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„Ich bin zufrieden mit dem Abschluss“, sagte der scheidende OFC-Trainer Oliver Reck (Mitte) nach dem 5:1-Erfolg beim TSV Schott Mainz. Mit ihm wird auch sein Assistent Joti Stamatopoulos (vorne) die Kickers verlassen. Wer neuer Co-Trainer wird, ist noch offen.

Mainz - Die Ära Oliver Reck ist bei den Offenbacher Kickers seit Samstag zu Ende. Heute will der OFC auf einer Pressekonferenz den Nachfolger vorstellen. Reck verabschiedete sich nach dem 5:1 beim TSV Schott Mainz in der für ihn typischen, knorrigen Art. Von Christian Düncher 

Offiziell steht Trainer Oliver Reck bei den Offenbacher Kickers noch bis zum Ende des Monats unter Vertrag. Doch gestern beim Auslaufen nach dem abschließenden Saisonspiel war der 53-Jährige bereits nicht mehr da. Die Pressekonferenz nach dem 5:1 (2:1) am Samstag beim TSV Schott Mainz war somit die finale Amtshandlung des einstigen Nationaltorhüters. „Das war sein letzter Tag“, bestätigte Sead Mehic, Sportdirektor des OFC.

Reck ist weg - dennoch halten sich die Verantwortlichen der Kickers weiter strikt an das Protokoll. Obwohl längst durchgesickert ist, dass Daniel Steuernagel künftig das Team coachen soll, nennen Mehic und Geschäftsführer Christopher Fiori keine Namen. So sprach der Sportdirektor am Samstag nach dem Spiel immer nur vom „neuen Trainer“, als es um das Thema Kaderplanung ging. Gestern luden die Kickers dann für heute, 16.30 Uhr, zu einer Pressekonferenz – „anlässlich der Vorstellung des neuen OFC-Cheftrainers“.

Mehic will in Abstimmung mit dem Reck-Nachfolger das weitere Vorgehen bei der Personalplanung klären. Auf der Liste stehen dem Sportdirektor zufolge Verstärkungen für die Abwehr (innen und links) sowie das zentrale, defensive Mittelfeld. „Vorne sind wir eigentlich gut besetzt“, meint Mehic. „Außen haben wir gute Leute und im Sturmzentrum haben Florian Treske und Varol Akgöz gezeigt, was sie können. Niklas Hecht-Zirpel hat diese Position auch schon gespielt.“ Und dann ist da ja noch der erfolgreiche Aushilfsstürmer Maik Vetter (zehn Tore).

Treske zeigte in Mainz, wie wichtig er sein kann, wenn man ihn in Szene setzt. Akgöz fehlte hingegen. Er leidet unter dem Patellaspitzensyndrom, hat Probleme bei Belastungen und ist in Behandlung. „Ich hoffe, dass ich zum Start der Vorbereitung dabei sein kann“, so der Angreifer.

Von den Stamm-Innenverteidigern würde Mehic „gerne beide halten“. Benjamin Kirchhoff will im Laufe der Woche entscheiden, ob er das Angebot des OFC annimmt. Mit Stefano Maier ist Mehic weiter in Gesprächen. „Sie waren beide nicht schlecht in dieser Saison, wir haben als Mannschaft manchmal nicht gut verteidigt“, sagte er. Beide hätten aber Luft nach oben. „Stefano hat bewiesen, was er kann. Und bei Benni zeigt die Entwicklung klar nach oben. Sie könnten Führungsspieler werden.“ Hinzu kommt Francesco Lovric, der auf der Sechs und im Abwehrzentrum spielen kann. Zudem wollen die Kickers Eigengewächs Gerrit Gohlke mit einem Profivertrag ausstatten. Der 19-Jährige, der seit der U10 beim OFC spielt, gab am Samstag sein Debüt in der Regionalliga, als er in der 78. Minute eingewechselt wurde. „Er hat Potenzial. Wir wollen ihm eine Chance geben, wie wir es bei anderen Talenten wie Marx oder Stoilas getan haben“, so Mehic.

Das OFC-Zeugnis gegen Schott Mainz

Abgänge stehen dem Sportdirektor zufolge noch nicht fest. So gut wie sicher verlassen wird den OFC zumindest Talent Nicola Jürgens (Probetraining bei Mainz 05 II).

Und wie verlief der Reck-Abschied? Nach dem Spiel gab’s klar vernehmbare „Oli, Oli“-Sprechchöre. Auf die Frage, ob das für ihn eine Genugtuung sei, antwortete Reck in der ihm eigenen Art: „Die Leute, die das hier genau beobachten, wissen, was sie mir und meinen Entscheidungen zu verdanken haben. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.“

TSV Schott Mainz gegen OFC: Bilder

Vor dem Spiel wurden Kickers-Fans von Ultras des FSV Mainz 05 attackiert. An einem Pkw entstand ein Sachschaden in Höhe von 2000 Euro, teilte die Polizei mit. Personen wurden aber nicht verletzt.

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