Kickers Offenbach

OFC: Ristic fordert gegen Hoffenheim mehr Bereitschaft auf dem Platz

Auf dem Weg zu alter Stärke: Denis Huseinbasic (vorne) könnte für den verletzten Florent Bojaj in die OFC-Offensive rücken. Beim 1:1 bei RW Koblenz gehörte der 20-Jährige nach seiner Einwechslung zu den Aktivposten.
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Auf dem Weg zu alter Stärke: Denis Huseinbasic (vorne) könnte für den verletzten Florent Bojaj in die OFC-Offensive rücken. Beim 1:1 bei RW Koblenz gehörte der 20-Jährige nach seiner Einwechslung zu den Aktivposten.

Sreto Ristic, Trainer des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach, hat betont, dass die Saison kein Selbstläufer wird. Der OFC trifft auf die die TSG Hoffenheim II.

Offenbach – Mit dem Wort Wiedergutmachung tut sich Dejan Bozic schwer. Der Mittelstürmer des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach hält wenig davon, sich zu viel mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Nach zwei sieglosen Partien (1:2 gegen Ulm, 1:1 in Koblenz) wolle man am heutigen Freitag (19 Uhr) zu Hause der TSG Hoffenheim II „unser Spiel aufdrücken“, so Bozic. „Wir müssen zur alten Stärke zurückfinden.“ Zu der Stärke, die den OFC in den ersten zwei Partien gegen den FC Homburg (1:0) sowie bei der SV Elversberg (2:1) ausgezeichnet hatte.

Kompaktheit, Ball- und Passsicherheit waren zuletzt abhanden gekommen. OFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik hatte bei den Spielern sogar eine gewisse Verunsicherung ausgemacht und war darüber verwundert. Coach Sreto Ristic bezeichnete das als „Wahrnehmung“, ging aber nicht näher darauf ein. Aus seiner Sicht war schlichtweg zuletzt das Spiel, für das sein Team zu Beginn der Runde gestanden hatte, „nicht da“. Das habe aber nichts mit den Gegnern zu tun. „Wir müssen mehr auf uns schauen“, forderte der 45-Jährige, der zuletzt eine hohe Fehlerquote registriert hatte. Sogar einfache Pässe über wenige Meter kamen teilweise nicht an.

Laut Ristic kann es dafür unterschiedliche Gründe geben. Zum Beispiel die „Bereitschaft auf dem Platz“, die der Trainer zuletzt offenbar zum Teil vermisst hatte. Nach den ersten zwei Spielen hätten einige Akteure wohl gedacht: „So, jetzt läuft es von alleine.“ Dabei hatte Ristic trotz des perfekten Starts (sechs Punkte) gewarnt und betont, dass man sich weiterhin in einer Entwicklung befinde. Auch Rückschläge wie in den vergangenen beiden Partien gehören dazu. Nachdem die verbale Warnung nichts gebracht hatte, habe man seine Erfahrungen auf dem Platz gemacht, sagte Ristic, dessen Team zuletzt in Koblenz Probleme mit dem wild anlaufenden und zum Teil hart einsteigenden Gegner hatte.

OFC muss gegen Hoffenheim II umplanen

Das Heimspiel gegen Hoffenheim II werde „komplett anders“, meint Ristic. Und Bozic ergänzt: „Wir wissen, was uns erwartet.“ Nämlich eine typische Erstliga-Reserve mit „top-ausgebildeten Spielern“, so der OFC-Trainer. „Das ist ein dynamisches Team, das viele Systeme spielt. Außerdem weiß man nie, wer von oben runterkommt.“

Personelle Unterstützung von den Profis könnte die Reserve insofern gebrauchen, da nach der 1:2-Niederlage gegen Elversberg die komplette rechte Seite ausfällt. Verteidiger Niklas Kölle sah Gelb-Rot, Michael Guthörl, der zunächst vor ihm agiert hatte, Rot.

Aber auch der OFC muss außen umplanen. Linksverteidiger Ronny Marcos fällt nach der Bänderverletzung im Sprunggelenk, die er sich in Koblenz zugezogen hatte, laut Ristic für die Englische Woche aus, also auch für die Partie kommenden Dienstag in Kassel. In Koblenz war er fast eine Halbzeit lang vom offensiven Davud Tuma vertreten worden, da sein etatmäßiger Ersatzmann Jayson Breitenbach zur Pause rechts Maik Vetter abgelöst hatte. Gut möglich, dass gegen Hoffenheim Breitenbach (links) und Vetter (rechts) beginnen. Viel darf dann aber in personeller Hinsicht nicht passieren. In Vincent Moreno steht nur noch ein gelernter Außenverteidiger im Kader, der es in der laufenden Runde allerdings noch nicht ins Spieltags-Aufgebot schaffte und in der Regionalliga über keinerlei Praxis-Erfahrung verfügt.

Trotz der angespannten Situation auf den defensiven Außenpositionen bleibt Ristic äußerlich gelassen. Zur Not könnte Innenverteidiger Moody Chana dort aushelfen oder neben Tuma auch Lucas Hermes nach hinten rücken. „Die stehen dann 15 bis 20 Meter tiefer“, sieht der Trainer kein Problem. Die Besetzung der Außenverteidiger-Position(en) wird aber nicht die einzige Änderung bleiben. In Florent Bojaj (Hüftprellung) fällt ein weiterer Spieler, der in Koblenz in der Anfangsformation gestanden hatte, aus. Erster Anwärter ist Denis Huseinbasic, dem die kleine Erholungspause offenbar gutgetan hat und der nach seiner Einwechslung zu den Aktivposten zählte. Aber auch Serkan Firat kann die Halbposition im Mittelfeld theoretisch bekleiden. Da der 27-Jährige Flügelspieler allerdings nach seiner Bänderverletzung im Sprunggelenk erst seit Dienstag wieder mit der Mannschaft trainiert, ist fraglich, ob es bei ihm heute schon für den Sprung in den Spieltagskader reicht. (Von Christian Düncher)

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