Kickers Offenbach

OFC: Ristic will gegen einstigen Lehrmeister magere Topspiel-Bilanz aufpolieren

Bild aus gemeinsamen Chemnitzer Zeiten: Der neue OFC-Coach Sreto Ristic (rechts) war unter Horst Steffen (links) dreimal Co-Trainer. Am Mittwochabend gastiert Steffen mit der SV Elversberg in Offenbach.
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Bild aus gemeinsamen Chemnitzer Zeiten: Der neue OFC-Coach Sreto Ristic (rechts) war unter Horst Steffen (links) dreimal Co-Trainer. Am Mittwochabend gastiert Steffen mit der SV Elversberg in Offenbach.

Verfolgerduell in der Regionalliga Südwest: Kickers Offenbach empfängt die SV Elversberg. OFC-Trainer Ristic will die magere Topspiel-Bilanz aufpolieren.

Offenbach – Die Tabelle der Fußball-Regionalliga Südwest gibt Joachim Wagner recht. Zumindest teilweise. „Es gibt keine Übermannschaft. Unser Kader ist auf allen Positionen topbesetzt und muss sich vor keinem Team in dieser Liga verstecken“, hatte der Präsident von Kickers Offenbach unlängst gesagt. Eine Übermannschaft ist bislang in der Tat nicht in Sicht. Das Überraschungsteam des FSV Frankfurt (17 Spiele, 35 Punkte) hat nach etwas mehr als einem Drittel der Saison nur zwei Zähler Vorsprung auf den SC Freiburg II und den TSV Steinbach Haiger (beide 16/33), die jeweils eine Begegnung weniger absolviert haben. Und auch der OFC auf Rang sechs (16/29) liegt noch aussichtsreich im Rennen.

Kickers Offenbach: OFC muss sich vor keinem Team verstecken

Allerdings: Dass sie sich vor keinem Team der Liga verstecken müssen, wie Wagner betont, haben die Kickers bisher nur bedingt unter Beweis gestellt. 26 seiner 29 Zähler holte der OFC gegen Teams, die aktuell einen Platz in der unteren Tabellenhälfte belegen. Die Bilanz aus Duellen mit Teams aus den „Top Elf“ liest sich hingegen deutlich bescheidener. Auf sechs dieser Mannschaften trafen die Kickers schon und holten nur drei Punkte - gegen Freiburg (2./2:2), Steinbach (3./1:1) und den VfB Stuttgart II (10./2:2). Gegen den SSV Ulm 1846 (4./0:1), die TSG Balingen (7./0:1) und den VfR Aalen (11./0:2) setzte es hingegen jeweils Niederlagen.

Am Mittwoch (19 Uhr) bietet sich nun zu Hause im Duell mit dem direkten Tabellennachbarn SV Elversberg (5., 17 Spiele, 30 Punkte) die Chance, diese Statistik etwas aufzupolieren. Während die Kickers jedoch durch die witterungsbedingte Absage der Partie beim FC Homburg (neuer Termin: 10. Februar, 17 Uhr) um die Chance gebracht wurden, den Schwung aus dem 4:1-Erfolg bei Schlusslicht TSV Eintracht Stadtallendorf mitzunehmen, reisen die Saarländer gestärkt nach Offenbach, nachdem sie am Samstag ihre Sieglos-Serie beendet hatten. Nach zuvor nur fünf Zählern aus sechs Spielen (fünf Remis, eine Niederlage) setzte sich Elversberg deutlich mit 4:0 gegen die SG Sonnenhof Großaspach durch. Den Erwartungen hinkt die Sportvereinigung trotzdem weiter hinterher, auch den eigenen. Schließlich war der finanziell potente Ex-Drittligist vor der Saison von 19 der 22 Trainer als Topfavorit auf den Titel und den damit verbundenen Aufstieg genannt worden.

Kickers Offenbach: OFC will den nächsten Sieg

Zuletzt trafen beide Teams am 9. März 2020 aufeinander, im letzten Spiel vor dem Abbruch der damaligen Saison. Der OFC siegte mit 2:0 - durch einen Doppelpack von Marco Schikora (inzwischen FSV Zwickau). Seitdem hat sich jedoch einiges geändert. Von den 14 Spielern, die damals für die Kickers zum Einsatz kamen, gehören zwar noch zehn zum Kader. Realistische Chancen darauf, am Mittwoch in der Startelf zu stehen, haben aber nur zwei: Abwehrspieler Sebastian Zieleniecki sowie Offensivmann Serkan Firat.

Und auch auf der Trainerbank hat sich etwas geändert. Angelo Barletta, der im vergangenen März noch das Sagen hatte, wurde kurz vor dem Jahreswechsel von Sreto Ristic abgelöst, der nach seinem gelungenen Debüt in Stadtallendorf nun gegen Elversberg nachlegen will. Zumal auf der Gegenseite ein guter Bekannter sitzt. Unter Horst Steffen, dem Coach der Saarländer, war Ristic bei den damaligen Drittligisten Stuttgarer Kickers, Preußen Münster und Chemnitzer FC jeweils Co-Trainer. Nun trifft der Schüler erstmals auf seinen ehemaligen Lehrer. „Wir haben uns fachlich und menschlich sehr gut ergänzt“, sagte Ristic einst über die gemeinsame Zeit mit dem 51-Jährigen. Steffen ergänzte damals: „Sreto legt eine andere Art an den Tag als ich.“ Aber diese stand beiden „immer gut zu Gesicht“. Darüber hinaus sei Ristic stets „ein guter Ratgeber“ gewesen, „der in den Einheiten Impulse setzt, von denen alle Seiten profitieren können.“ (Von Christian Düncher)

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