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OFC: So könnte die neue Stammelf aussehen

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Von: Jörg Moll

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Überraschungstransfer: Jakob Zitzelsberger, hier im Test gegen den Kölner Florian Dietz (links), hat sich einen Platz in der linken Innenverteidigung erkämpft.
Überraschungstransfer: Jakob Zitzelsberger, hier im Test gegen den Kölner Florian Dietz (links), hat sich einen Platz in der linken Innenverteidigung erkämpft. © Scheiber

Wer hat beim Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach auf welcher Position die Nase vorne? Vor allem im Mittelfeld hat sich einiges geändert.

Offenbach – Die Offenbacher Kickers starten mit einer runderneuerten Mannschaft das Unternehmen Meisterschaft in der Regionalliga Südwest. Das 1:4 im DFB-Pokal gegen Zweitligist Fortuna Düsseldorf gab erste Einblicke über die Startformation. Ein Überblick:

TOR

David Richter (23), vergangene Saison nach der Verletzung von Stephan Flauder ein zuverlässiger Rückhalt, bleibt die Nummer eins. Maximilian Engl (24), Zugang vom FC Augsburg II, hatte in der Vorbereitung zwar starke Auftritte, verletzte sich aber am Knie und fällt vorerst aus. Für ihn verpflichtete der neue Geschäftsführer Matthias Georg in Michael Zadach (22/zuletzt Schalke 04 II) einen dritten Torhüter. Sein Vorteil: Er vergrößert die Fraktion der U23-Akteure im Kader.

ABWEHR

Kapitän Sebastian Zieleniecki (27), Jayson Breitenbach (24), der aber von der linken Innen- auf die rechte Außenverteidigerposition gerückt ist, und Linksverteidiger Ronny Marcos (28) sind gesetzt. Neben Zielenicki hat sich Überraschungstransfer Jakob Zitzelsberger einen Platz im Team erspielt. Der 25-Jährige überzeugt mit einem starken linken Fuß, robuster Zweikampfführung und gutem Kopfballspiel. Als Ersatz stehen die beiden Routiniers Maik Vetter (30) und Mateo Andacic (24) und Vincent Moreno (20) bereit. Links hinten ist der frühere Mainzer Dominik Wanner (23) eine Alternative. Die Viererkette, vergangene Saison das Prunkstück des OFC, der die beste Defensive der Liga stellte, wird sich angesichts des forscheren und laufintensiveren Offensivfußballs, den der neue Trainer Alexander Schmidt einfordert, anpassen müssen.

MITTELFELD

Der Mannschaftsteil, der sich am stärksten verändert hat unter Schmidt. Der 53-Jährige präferiert eine offensive Rautenformation, in der der erfahrene Björn Jopek (28) als „Sechser“ gesetzt ist. Auf den Halbpositionen bieten sich Rafael Garcia (28), Semir Saric (24, beide links) und Christian Derflinger (28, rechts) als Schienenspieler genannte laufstarke, kreative und abschlussstarke Akteure an. Die Rolle des Zehners ist ebenfalls neu im Kickers-System. In Jakob Lemmer interpretierte diesen Part einer der Gewinner der Vorbereitung. Der 22-Jährige, nach einem Leihjahr bei Rot-Weiß Koblenz zurück, ist als sprint- und einsatzfreudiger Typ sichtlich gereift. „Die neue Rolle gefällt mir“, sagt er. Eine ernstzuehmende Alternative ist Jost Mairose. Den von Schott Mainz gekommenen 23-Jährigen schätzt Schmidt als fleißigen Arbeiter. Auch Zugang Julian Albrecht (20) und Vetter können Qualität zuführen. Ebenso Shako Onangolo (22), im DFB-Pokal in der Endphase aber Rechtsverteidiger. Eher ein Lehrjahr absolviert Almin Mesanovic (18).

STURM

In Mathias Fetsch und Elia Soriano haben den OFC zwei Routiniers verlassen. In Törles Knöll (24) kam eine Alternative zu den arrivierten Philipp Hosiner (33), Dejan Bozic (29) und Lucas Hermes (22) hinzu. Schmidts Auswahl gegen Düsseldorf muss nichts heißen für den Regionalliga-Alltag: Da begannen in Hermes und Knöll zwei Youngster, die den Pressing-Stil verinnerlicht haben. Nach der Pause kam Bozic, der dank seiner Größe andere Qualitäten mitbringt. Und auch Hosiner hat Schmidt auf der Rechnung, vor allem, wenn gegen tief stehende Gegner Spieler gefragt sind, die sich auf engstem Raum am wohlsten fühlen. Die entscheidende Frage ist: Wie effektiv ist der OFC-Angriff? Vergangene Saison traf nur Bozic verlässlich (12 Tore).

Von Jörg Moll

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