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OFC: Abschiedsbrief von Ex-Geschäftsführer Sobotzik sorgt für Diskussionen

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Von: Christian Düncher

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Hätte gerne als OFC-Geschäftsführer weitergemacht: Thomas Sobotzik
Hätte gerne als OFC-Geschäftsführer weitergemacht: Thomas Sobotzik © Hübner

Nach seinem Aus verfasst Ex-Geschäftsführer der Kickers Offenbach (OFC) ein Abschiedsschreiben. Dieses sorgt im Netz für Wirbel.

Offenbach – Ein Schreiben, mit dem sich Kickers Offenbachs Ex-Geschäftsführer Thomas Sobotzik nach seinem Aus verabschiedet hat, hat höchst unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Es geht darum, wem Sobotzik dankte und wen er nicht erwähnte.

Am Montag (23. Mai) hatten die Offenbacher Kickers die Trennung von Geschäftsführer Thomas Sobotzik publik gemacht – und in Matthias Georg bereits dessen Nachfolger präsentiert.

Ex-OFC-Geschäftsführer Sobotzik verfasst umstrittene Abschiedsmail

Am Mittwoch (25. Mai) verabschiedete sich der 47-Jährige mit einem per Mail verschickten Statement:

Mit großem Bedauern nehme ich Abschied vom Bieberer Berg und den Kickers. Mir hat die Arbeit enorm viel Spaß gemacht und deshalb fällt es mir echt schwer, meine zweieinhalbjährige Tätigkeit beenden zu müssen, obwohl wir uns erst kürzlich auf eine längerfristige Zusammenarbeit verständigt haben. Binnen kürzester Zeit ist es mir seit der Übernahme Mitte November 2019 gelungen, aus einem damals abstiegsgefährdeten Verein einen aussichtsreichen Titelkandidaten zu machen. Dass uns der Aufstieg nicht gelungen ist, lag an außergewöhnlichem Verletzungspech und der Problematik vieler Ausfälle von an Corona erkrankten Spielern kurz vor der entscheidenden Phase der abgelaufenen Saison. Der Sieg im Hessenpokal und damit die für den OFC aus finanziellen Gründen sehr wichtige Qualifikation für den DFB-Pokal war ein schöner Abschluss meiner intensiven und erfolgreichen Arbeit. Ich bedanke mich bei allen Trainern und Betreuern des Teams, den Mitarbeitern der Geschäftsstelle sowie unseren treuen, tollen Fans für die Unterstützung. Natürlich wünsche ich den Kickers alles Gute für die sportliche Zukunft.

OFC: Ex-Geschäftsführer Sobotzik für Abschiedsworte im Netz kritisiert

Dafür gab es auf Facebook reichlich Likes, aber auch kritische Reaktionen. So vermisst Holger Schneider, einst Verwaltungsratsmitglied bei den Kickers, in Sobotziks Auflistung einige Namen. „Ein Dank an den Vorstand, der mit den anderen Gönnern und Sponsoren überhaupt erst die Möglichkeit geschaffen hat, seine Arbeit zu finanzieren, hätte ich durchaus für angebracht gefunden“, meint Schneider. „Nur durch dieses riesige finanzielle Engagement war es möglich, dass trotz Verletzungspech und Corona, an jedem Spieltag ein Kader zur Verfügung stand, in dem fast ausschließlich Drittligaspieler standen.“

Christopher Fiori, ehemaliger Geschäftsführer des OFC, stimmte Schneiders Worten zu: „So sieht es aus! Aber eventuell dokumentiert dieses Verhalten die Defizite, welche letztendlich dann zur Trennung geführt haben?!“

Das Verhältnis der Vereinsführung zu Sobotzik sowie Trainer Sreto Ristic galt als zerstört. In einer Mitteilung hatte sich Kickers-Präsident Joachim Wagner zuvor immerhin „ausdrücklich bei Thomas Sobotzik und Sreto Ristic“ bedankt. (Christian Düncher)

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