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OFC: Spieler-Verabschiedung muss warten

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Von: Christian Düncher

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Vollversammlung im Strafraum: Beim letzten Duell zwischen Kickers Offenbach und dem FSV Frankfurt wurde den Zuschauern einiges geboten. Es gab unter anderem diesen ungewöhnlichen indirekten Freistoß, der aber nichts einbrachte. Der OFC gewann das Hessenpokal-Halbfinale verdient mit 4:0. Am Samstag stehen sich beide Mannschaften im letzten, bedeutungslosen Punktspiel des Jahres erneut gegenüber.
Vollversammlung im Strafraum: Beim letzten Duell zwischen Kickers Offenbach und dem FSV Frankfurt wurde den Zuschauern einiges geboten. Es gab unter anderem diesen ungewöhnlichen indirekten Freistoß, der aber nichts einbrachte. Der OFC gewann das Hessenpokal-Halbfinale verdient mit 4:0. Am Samstag stehen sich beide Mannschaften im letzten, bedeutungslosen Punktspiel des Jahres erneut gegenüber. © hübner

Kickers Offenbach will das Punktspiel gegen den FSV Frankfurt als Generalprobe fürs Hessenpokal-Finale nutzen. Auf eine Verabschiedung der Abgänge wird daher verzichtet.

Offenbach – Die einen können nicht mehr auf-, die anderen nicht mehr absteigen. Kurzum: Aus sportlicher Sicht hat das „kleine Mainderby“ zwischen Kickers Offenbach und dem FSV Frankfurt (Samstag, 14 Uhr) eigentlich keine Bedeutung mehr. Für den OFC ist der Stellenwert der Partie dennoch „sehr hoch“, wie Geschäftsführer Thomas Sobotzik betont. Aus zwei Gründen.

„Wir können noch Platz zwei erreichen“, sagt der 47-Jährige. Das wäre zwar lediglich ein Trostpreis, aber immerhin die beste Endplatzierung der Kickers in der Fußball-Regionalliga Südwest seit 2015, als unter Trainer Rico Schmitt die Meisterschaft gefeiert, aber der Sprung in die 3. Liga in den Aufstiegsspielen gegen den 1.FC Magdeburg verpasst wurde. Der bedeutendere Grund: Der OFC will das Duell mit den Bornheimern als „Generalprobe für das Spiel eine Woche später“ nutzen, so Sobotzik. Gemeint ist das Hessenpokalfinale am 21. Mai (12.15 Uhr) in Gießen gegen Ligarivale TSV Steinbach-Haiger.

OFC will sich mit guter Vorstellung einspielen fürs Cup-Endspiel

Der OFC will sich mit einer guten Vorstellung einspielen fürs Cup-Endspiel. Volle Konzentration ist also nochmals angesagt. Daher wird diesmal auch darauf verzichtet, vor dem letzten Heimspiel offiziell Akteure zu verabschieden, die kommende Saison nicht mehr für den OFC auflaufen werden. „Das ist der Situation geschuldet“, betont Sobotzik. „Der Fokus liegt auf dem 21. Mai. Erst danach werden wir Personalien verkünden.“ Zudem war der Etat für die kommende Saison zu Beginn der Woche immer noch nicht freigegeben. Der Präsident und Aufsichtsratsvorsitzende Joachim Wagner hatte angekündigt, zunächst genau die Saison analysieren zu wollen - intern und mit der Sportlichen Leitung.

Sobotzik bricht trotz der Enttäuschung übers vorzeitige Aus im Aufstiegskampf eine Lanze für Chefcoach Sreto Ristic, dessen Assistenten sowie die Spieler: „Sie werden bis zum letzten Spiel alles geben und nichts leichtfertig verschenken“, sagt er. Dass die Mannschaft nach der bitteren, entscheidenden Pleite in Steinbach (0:3) die folgenden drei Partien im Pokal (4:0 gegen den FSV Frankfurt) sowie in der Liga (1:0 gegen die SG Sonnenhof Großaspach, 4:2 beim VfB Stuttgart II) gewann, spiegelt Sobotzik zufolge den Charakter der Truppe samt Trainerteam wider, der aus seiner Sicht „die gesamte Saison über zu sehen war“ - obwohl es „immense Rückschläge“ gegeben habe.

Kickers Offenbach: Ristic wird Spieler aufbieten, die im Pokalfinale zum Einsatz kommen sollen

Er verweist unter anderem auf die schweren Verletzungen von Maik Vetter, Rafael Garcia sowie Torhüter Stephan Flauder in den ersten drei Partien nach der Winterpause (nur ein Punkt). Dennoch habe sich die Mannschaft „immer wieder herangekämpft und bis zum Coronabreak nur einen Atemzug hinter Elversberg und Ulm gelegen“. Danach habe man dem straffen Pensum (fünf Spiele in 14 Tagen) „Tribut zollen“ müssen. Ein bis zwei schwächere Spiele seien da normal. „Schade ist, dass wir eines davon gegen die stärkste dieser fünf Mannschaften hatten“, sagt der Geschäftsführer mit Blick aufs 0:3 in Steinbach. Umso mehr freute er sich über die Reaktion der mitgereisten Anhänger: „Obwohl es kein gutes Spiel war, hat uns die Kurve Mut zugesprochen.“ Und der Trainer habe es geschafft, die Mannschaft sofort aufzurichten: „Er hat sich einiges ausgedacht, um Impulse zu setzen.“ Zum Beispiel einen Besuch im Fanmuseum vor dem Pokal-Halbfinale gegen den FSV Frankfurt: „Das war für viele Spieler etwas Besonderes.“

Nun geht es erneut gegen den FSV Frankfurt - im letzten Punktspiel der Saison. Aller Voraussicht nach wird Ristic die Spieler aufbieten, die auch im Pokalfinale zum Einsatz kommen sollen. Einzige Ausnahme: Rafael Garcia. Er war im Spiel beim VfB Stuttgart II verletzt ausgewechselt worden. „Nichts Großes, aber auch eine Zerrung kann dauern“, so Sobotzik. Gegen den FSV wird Garcia fehlen, es besteht aber Hoffnung auf einen Einsatz im Pokalfinale. (Von Christian Düncher)

OFC-Fans kaufen in 24 Stunden 2500 Finalkarten

Die Fans von Kickers Offenbach sind heiß aufs Hessenpokalfinale in Gießen: Für die Partie am 21. Mai (12.15 Uhr) gegen Regionalliga-Konkurrent TSV Steinbach Haiger waren laut Pressesprecher Lars Kissner innerhalb von nur 24 Stunden 2500 der 2800 dem OFC zur Verfügung gestellten Karten verkauft. „Es wären bestimmt alle weg gewesen, wenn es vernünftig laufen würde“, sagte Kissner angesichts der Probleme, die es rund um die Ausrichtung gegeben hatte. Der Hessische Fußball-Verband (HFV) hatte zunächst Wiesbaden als Austragungsort favorisiert, sich dann aber - aufgrund zu hoher Mietforderungen - für Gießen entschieden und beschlossen, die insgesamt rund 4000 Karten ausnahmslos online (über das Portal Reservix) zu veräußern. Hier berichteten Fans von technischen Problemen beim Versuch, Karten zu erwerben. (cd)

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