Bosnier buhlen um Garic

Endres kugelt sich den Finger aus - Einsatz gegen Dreieich fraglich

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Daniel Endres hat sich im Training den Finger ausgekugelt. Sein Einsatz gegen SC Hessen Dreieich ist vor dem heutigen Training noch fraglich.

Offenbach -  Ausgerechnet der dienstälteste Spieler der Offenbacher Kickers droht das prestigeträchtige erste Duell in der Fußball-Regionalliga Südwest beim Kreisrivalen SC Hessen Dreieich zu verpassen. OFC-Torwarturgestein Daniel Endres hat sich den Finger ausgekugelt.

„Er wird am Freitag im Training probieren, ob es geht“, erklärte OFC-Sportdirektor Sead Mehic. Sollte der 33-Jährige ausfallen, käme Sebastian Brune zu seinem ersten Einsatz in dieser Saison. Der 24-Jährige hatte in der vergangenen Spielzeit fünfmal das Tor gehütet, viermal davon waren die Kickers als Sieger vom Platz gegangen.

„Er hat vergangene Saison schon gezeigt, dass er da ist, wenn er gebraucht wird“, lobt Mehic den 1,90 m großen Brune, der in dieser Saison nur am ersten Spieltag (1:1 gegen Elversberg) im Kader stand. Seither ist er ein prominentes Opfer der U23-Regelung, die Trainer Daniel Steuernagel zum Umdenken brachte. In den folgenden vier Partien saß Bilal Jomaa Zabadne auf der Bank. Der Deutsch-Syrer (19) erfüllt das Kriterium, wonach vier Akteure unter 23 Jahren mit deutschem Pass im Kader stehen müssen.

Das aufstrebende Jungtalent Luka Garic erfüllt dieses Kriterium mit seinen 18 Jahren natürlich auch. Die Auftritte des Mittelfeldspielers haben mittlerweile auch den bosnischen Fußballverband aufmerksam werden lassen. Garic, dessen Mutter Kroatin und der Vater Bosnier ist, soll an einem U19-Lehrgang des Balkanstaates teilnehmen. Dazu müsste er erstmal einen bosnischen Pass beantragen. „Im Moment steht das nicht zur Debatte“, betont Mehic: „Er soll sich erstmal auf die Regionalliga konzentrieren.“

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Ihre Einbürgerung treiben derweil der Engländer Jake Hirst und der Österreicher Francesco Lovric (beide 22) voran, sie stehen in Kontakt mit ihrer jeweiligen Behörde. Beide würden unter die U23-Regelung fallen. „Wenn das klappt, gäbe es den einen oder anderen Härtefall weniger“, räumt Mehic ein. (jm)

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